Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 09. Juni 2009

Das ist auch ein politischer Streik

Die Linke

Die Linke hat großes Verständnis für die Streiks der Erzieherinnen und Erzieher. Die Gruppen sind in den Kindergärten und Kitas viel zu groß, die Betreuung ist oft nicht wirklich gewährleistet. Im Schnitt gibt es 1,5 Erzieherinnen und Erzieher pro Gruppe. Fällt jemand aus, müssen Gruppen geschlossen werden, Vertretungen gibt es kaum und wenn, dann oft nur durch Ein-Euro-Jobber oder 400-Euro-Kräfte. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das pädagogische Personal. Es ist ja richtig und gut, dass wir uns sehr viel mehr um frühkindliche Bildung kümmern, um die gleichen Bildungschancen der Kinder zu erhöhen. Aber das muss sich in der personellen Besetzung, der Ausbildung und natürlich auch in der Bezahlung widerspiegeln. Trotz Überstunden haben die vielen Teilzeitbeschäftigen am Monatsende Nettogehälter, die oft kaum über der Armutsgrenze liegen. Aus Sicht der Kinder, der Eltern und des Personals seien die Zustände nicht weiter hinnehmbar. Deshalb fordert die Linke gebührenfreie Ganztagsbetreuung für jedes Kind ab dem ersten Lebensjahr, flexible

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