Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. Juni 2009

Zentralklärwerk fertiggestellt

Ein schöner Schlussstein in der Lübecker Geschichte

Die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) betreiben in der Hansestadt Lübeck zwei Kläranlagen - eine auf dem Priwall in Travemünde und das Zentralklärwerk (ZKW) in der Warthestraße direkt an der Trave.

Das ZKW ist die zweitgrößte Kläranlage in Schleswig-Holstein und ging 1967 nach sechsjähriger Bauzeit in Betrieb. Nach zahlreichen Erweiterungen wurde die Kläranlage seit 1996 auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Als letzter Bauabschnitt wurde eine zweistufige Biofiltration installiert, deren Probebetrieb im März 2009 erfolgreich abgeschlossen wurde.

Damit leisten die Hansestadt und die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Reinhaltung der Trave, Lübecker Bucht und Ostsee.

Bei einem jährlichen Anfall von rund 18 Millionen Kubikmetern Abwasser kann man von einer täglich zu behandelnden Abwassermenge von bis zu 50.000 Kubikmetern ausgehen. Neben dem Abwasser aus dem Lübecker Stadtgebiet werden im ZKW auch die Abwässer aus Bad Schwartau, Stockelsdorf und Groß Grönau gereinigt.

Lübecks Umweltsenator Thorsten Geisler blickte in seiner Eröffnungsrede zurück ins Mittelalter. "Ging es damals noch darum, dass aus dem "geheimen Gemach" nichts verbotenerweise auf die Straße geschüttet und mancher unschuldige Passant dabei getroffen wurde, hat die Abwasserbeseitigung heute völlig andere Dimensionen erreicht."

67,6 Millionen Euro hat der Kläranlagenausbau gekostet, 14,5 Millionen hat das Land Schleswig-Holstein dazugegeben. 8,5 Millionen Euro Entlas-tung wurden durch die Abwasserabgabe eingebracht.

"Abwasserreinigung ist für die Hansestadt Lübeck kein Selbstzweck, sondern eine wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge. Nach meiner festen Überzeugung werden die schon umgesetzten und in Planung befindenden Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zum Klimaschutz auf lokaler Ebene beitragen", freute sich Thorsten Geißler anlässlich der feierlichen Fertigstellung der Anlage. Zukünftig solle wieder mehr Geld in das Kanalnetz investiert werden.

Dr. Jan-Dirk Verwey (EBL) ist stolz auf die Fertigstellung: "Ein schöner Schlussstein in der Geschichte." fem

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