Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 23. Juni 2009

Ehrenamtlicher Polizeidienst

BfL - Bürger für Lübeck

Die BfL freuen sich, mit ihrem Bürgerschaftsantrag zum ehrenamtlichen, freiwilligen Polizeidienst eine öffentliche Debatte dieses zur Kriminalitätsbekämpfung an bestimmten Stellen durchaus geeigneten Mittels angestoßen zu haben. Wenn eine Reihe von Kommentatoren aus konkurrierenden politischen Lagern und einschlägigen Interessengruppen aus Ahnungslosigkeit oder Klientel-Kalkül diesen Vorschlag in Bausch und Bogen öffentlich verwerfen, so zeigt das nur, wie nötig eine sachlich-rationale Erörterung dieses Themas ist. Fakt ist: Nach dem letzten Kreis- und Städteranking landete die Hansestadt Lübeck im Bereich der Straftaten auf Platz 403 von 409, hat also eine der höchsten Kriminalitätsraten in der Republik. Das ist erschreckend. Mit der sicher richtigen aber realis-tisch unbezahlbaren Forderung nach mehr Polizis-ten-Stellen und besserer Ausstattung werden wir daran nichts ändern. Der freiwillige Polizeidienst von geschulten Ehrenamtlichen ist nach sorgfältigen Recherchen der BfL eine der wenigen realisierbaren Verbesserungsmöglichkeiten, mit der andere Städte bereits seit Jahren Erfolge erzielt haben. Unsere Polizei leistet sicher gute Arbeit, kann aber nicht überall präsent sein, wo es wünschenswert wäre. Es wäre gut für die objektive Sicherheit im Bereich der einfachen Straßenkriminalität und für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger, wenn mehr Ansprechpartner auf der Straße, im Park, in der Innenstadt verfügbar wären. Diese bilden ganz und gar keine "Bürgerwehr". Es sind vielmehr engagierte Bürger, die sich ehrenamtlich um die Sicherheit ihrer Mitmenschen kümmern.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner, Autor: Martin Böhlke

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de