Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 30. Juni 2009

Waterfront-Sorgfalt statt Hast

Autor: Sven Schindler

Die touristische Weiterentwicklung des Priwall ist sinnvoll und richtig. Die Urlaubsgewohnheiten der Bevölkerung verändern sich. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Ferien im eigenen Land und an der Ostseeküste sind aus öko- logischer und ökonomischer Sicht eine Erfolgversprechende Zukunftsoption mit großen Chancen für das Ostseebad Travemünde. Deshalb sind wir seit langem für eine touristische Aufwertung des Priwall und fordern neue Ideen für den Passat-Hafen, zum Beispiel durch das Projekt Waterfront. Wir unterstützen Investoren, die in unserer Stadt innovative Ideen umsetzen wollen. Die Lübecker CDU dagegen will kopflos vorschnelle Beschlüsse fassen, die zum einen dem Investor nicht weiterhelfen und zum anderen erhebliche Risiken für den städtischen Haushalt beinhalten. Die CDU nimmt ohne Not die Gefahr jahrelanger Rechtsstreitigkeiten in Kauf. Eine seriöse Beschlussfassung ist jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Ungeklärt sind die Verlagerung bzw. Einbeziehung der dort ansässigen Wassersportvereine, der städtische Kostenanteil für die Priwall-Promenade, die öffentliche Infrastruktur, eine Verlagerung der bestehenden Camping-Plätze, mögliche Altlasten.

Die Verwaltung ist gefordert, bis zum September den Fragenkatalog abzuarbeiten. Der Investor jedenfalls hatte die Forderungen der Politik zum städtebaulichen Konzept und zum Erhalt der Waldflächen ernst genommen und in seine Planung eingearbeitet. Er hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Vorwürfe der Lübecker CDU haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Sorgfalt muss vor Hast gehen.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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