Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 30. Juni 2009

Keine unrealistischen Gedankenspiele

Autor: Wolfgang Drozella

Im August 2011 wird die "Passat" 100 Jahre alt. Die Verwaltung der Hansestadt hat vier Vorschläge gemacht, in welchem Rahmen dieses Ereignis in Travemünde gefeiert werden könnte. Jeweilige Kosten: 0 Euro, 83.000 Euro, 125.000 Euro und 240.000 Euro. Unsere Stadtverwaltung präferiert in ihrem schriftlichen Bericht die vierte und damit die teuerste Variante. Gleichzeitig wird allerdings darauf hingewiesen, dass im zuständigen Fachbereich 4 kein Geld zur Verfügung steht.

Liebe Bürger, können wir uns eine Verwaltung leisten, die derartige Vorschläge erarbeitet, obwohl sie schon im Voraus weiß, dass sie nur für den Papierkorb arbeitet? Den Bürgern wird bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit vorgerechnet, wie pleite unsere Stadt ist. Schulkindern wird der Schulbus verwehrt, weil die Kosten zu hoch sind, gemeinnützige Vereine und Einrichtungen zittern vor der Kürzung von Geldern. Und die Verantwortlichen der Stadt sehen zu, wie in der Verwaltung unrealistische Gedankenspiele schriftlich ausgearbeitet und als Vorschlag vorgelegt werden. Kostet Arbeitszeit bei der Stadtverwaltung nichts?

Die Fraktion der FDP wird immer wieder darauf achten, dass die Gelder der Bürger auch im Interesse der Bürger eingesetzt werden. Wir alle freuen uns über die Passat und sind stolz darüber, dass wir sie in Travemünde haben.

Wir sind aber fest davon überzeugt, dass alle Freunde der Passat großes Verständnis dafür haben, wenn die Geburtstagsfeier von Seiten der Stadt etwas bescheidener ausfällt.

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies

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