Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 14. Juli 2009

Vom Klingenberg bis zum Schrangen: Umbau verzögert sich

Eigentlich sollten spätestens im Herbst die Bagger anrollen und am Klingenberg mit dem Umbau der Fußgängerzone beginnen. Doch der Termin verschiebt sich. Die ers-

ten Bauarbeiter werden wohl erst im Frühjahr erscheinen.

Es gibt ein Problem: Die Sandstraße soll zur Fußgängerzone werden. Trotzdem dürfen dort Busse fahren. Diese Regelung ist in Schleswig-Holstein bisher einmalig. Die Stadt hat deshalb beim Verkehrsministerium nachgefragt, ob die Idee realisiert werden darf. Eine Antwort steht noch aus. Stimmt das Land den Planungen zu, kann die Bürgerschaft im September entscheiden, dass die Straße dem öffentlichen Verkehr entzogen wird.

Dann droht vermutlich ein Rechtsstreit: Rund 15 Anlieger haben sich bereits gegen die neue Fußgängerzone geäußert. "Es handelt sich um Gewerbetreibende", sagt Bausenator Franz Peter Boden. Wenn es zu keiner gerichtlichen Auseinandersetzung kommt, beginnen die Umbauarbeiten im Frühjahr. Sonst dauert es entsprechend länger. Geplant ist eine abgesetzte Busspur in der Sandstraße. "In einer Fußgängerzone dürfen Fußgänger aber überall gehen", erklärt Dr. Stefan Klotz, Leiter des städtischen Bereichs Verkehr, also auch auf der Sonderspur. Für die Busse gilt deshalb Schrittgeschwindigkeit. "Damit sind auch die Behindertenverbände einverstanden", sagt Senator Boden. Für die Taxen wurde inzwischen eine Lösung gefunden. Sie dürfen von der Schmiedestraße aus in Schrittgeschwindigkeit über den Klingenberg zur Mühlenstraße fahren. In die Gegenrichtung können sie über Königstraße, Wahmstraße und Kohlmarkt die Holstenstraße erreichen.

Der Umbau der Achse vom Klingenberg bis zum Schrangen soll 11,5 Millionen Euro kosten.

Die Hälfte trägt die Possehl-Stiftung. Trotz der Verzögerung beim Start soll das Projekt Ende 2011 abgeschlossen sein. vg

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