Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 21. Juli 2009

"LTM darf nicht kaputt gespart werden"

Appell an die Bürgerschaft, den Wert des Tourismus neu zu bestimmen

"Die Lübeck Travemünde Marketing GmbH darf nicht kaputt gespart werden!" Mit diesem Appell richteten sich am vergangenen Freitag der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA) und der Lübecker Verkehrsverein e.V. an die Lübecker Politiker. "Es ist fünf vor zwölf. Das mag dramatisch erscheinen, ist es aber auch!"

Hintergrund der Sorge um die LTM und damit Lübecks Tourismus sind die Sparideen der hansestädtischen Politiker. Trete der schlimmste Fall ein, werde die LTM mit 800 000 Euro, also etwa einem Viertel der Bilanzsumme der GmbH, weniger auskommen müssen. Bislang seien der LTM 300 000 Euro gekürzt worden, 500 000 Euro könnten folgen, wenn "Verhandlungsgespräche mit den Unternehmensvereinigungen mit dem Ziel, einer finanziellen bzw. werthaltigen Beteiligung" an der LTM, scheitern könnten (Beschluss der Bürgerschaft vom 26. Februar).

"Uns geht es darum, dass der Beschluss sofort zurückgenommen und Fremdenverkehrsabgabe, um die es sich schließlich handle, geklärt wird." Im Falle einer Gesamtkürzung um 800 000 Euro sei die LTM nahezu Handlungs- und Existenzunfähig. "Wir fordern Lübecks Politiker nachdrücklich auf, dieses zu verhindern, bevor es zu spät sein wird", so Horst Schröder und Wilfried Rahlff-Petersson für DEHOGA und Jörg Semrau vom Lübecker Verkehrsverein. "Ein Unternehmen würde nie seine Marketingabteilung kaputt machen oder den Werbeetat einkürzen, um aus einem Strudel zu kommen." Schließlich habe man in Deutschland eine nie zuvor erlebte Wirtschaftskrise, deren negative Auswirkungen - auch auf den Lübecker Tourismus - erst sehr viel später sichtbar und analysierbar werden. "Wir müssen mit verstärkten Anstrengungen gegensteuern!"

Der Tourismus sei unumstritten einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für die Hansestadt, die so genannte "Umwegrentabilität" ließe erhebliche Steuern in die Kassen der Stadt fließen. Diese könnten nun gefährdet sein.

Der Bereich Logistik, Statistik und Wahlen der Hansestadt untermauert die

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