Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 21. Oktober 2017

Ausgabe vom 21. Juli 2009

Bunte Farbtupfer in der Hansestadt

Staudenbeete und Ansaatflächen sollen kleine Oasen bilden

Momentan blüht es in vielen Farben in ganz Lübeck. Die im Frühjahr bepflanzten Verkehrsteller erstrahlen in einem kräftigen Bunt, aber auch an Straßenrändern sind diverse Farbkleckse zu beobachten.

Wie an der Hüxtertorallee, Ecke Schillerstraße. Hier hat der Bereich Stadtgrün und Friedhöfe eines von drei Versuchs-Staudenbeeten geplanzt. Fußgänger, Auto- und Radfahrer können hier das kräftige Gelb-Orange der Taglilien, das purpurne Rot der Sommerbrau oder das satte Blau der Iris, einer Lilie, bewundern. Gräser wie Japanseggen und Rutenhirse komplettieren das Beet - sie sind ganzjährig grün und somit auch im Winter ein schöner Farbtupfer im tristen Grau.

"Und das ist das Besondere an den Staudenbeeten: Sie sind so angelegt, dass sie im ganzen Jahr schön anzusehen sind. Im Frühling, Sommer und Herbst blühen verschiedene Blumen, im Winter sorgen die immergrünen Gräser für Struktur", erläutert Andreas Tilch vom Bereich Stadtgrün. Zusätzlich zu den Staudenbeeten wurden zwei Ansaat-Versuchsflächen angelegt, ähnlich einer Wiese. "Hier sieht es ein wenig wilder aus", schmunzelt Ralf Schott, kommissarischer Bereichsleiter Stadtgrün. Gepflegt werden müssen aber auch diese Flächen - sie werden zweimal im Jahr gemäht, damit die Nährstoffe im Boden erhalten bleiben.

"Mit den Versuchsflächen wollen wir schauen, wie die Bepflanzungen in Lübeck angenommen werden und sich in das Stadtbild eingliedern. Es ist nun mal so, dass Blumen und Grün mit einer erhöhten Lebensqualtität einhergehen. Und wir wollen das Stadtbild punktuell aufpeppen", so Schott.

Angenommen werden die Flächen von den Bürgern der Hansestadt bereits gut. Zu gut manchmal: "Vom Rosenbeet am Hindenburgplatz wurden im vorigem Jahr 60 Pflanzen mitgenommen, in diesem Jahr bereits auch einige. Es entwickelt sich leider immer mehr eine Mitnahme-Mentalität", sagt Andreas Tilch nicht ohne Bedauern.

Dennoch wollen die beiden Männer, die Pflanzen lieben, diese den Einwohnern dieser Stadt nahebringen. Dazu werden geführte Staudenstunden angeboten; die nächste allerdings erst am 16. Oktober um 14 Uhr (Treffpunkt vor der Diakonie am Mühlentorplatz).

Gekostet haben die Staudenbeete in ihrer jetzigen Pracht natürlich auch etwas. "Zirka 500 Euro für die Staudenlieferung, beispielsweise hier in der Hüxtertorallee mussten wir berappen", eklärt Schott. Eingepflanzt wurden sie vom Profi, einem Landschaftsgärtner. msn

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