Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 21. Juli 2009

Verweigerung kurzsichtig

SPD

Die Verweigerungshaltung von Travemünder CDU und CDU-Mittelstandsvereinigung ist kurzsichtig. Sie schwächt mutwillig die Travemünder Marktposition im Vergleich zu anderen Bädern in der Nachbarschaft. SPD, BfL und Grüne hatten im Haushaltsbegleitbeschluss bewusst statt auf eine Fremdenverkehrsabgabe auf eine eigenverantwortliche Lösung gesetzt. Sie wäre die bessere Lösung gewesen. Es ist sehr schade, dass die Travemünder Wirtschaft die ausgestreckte Hand der Bürgerschaft nicht ergriffen hat. Ein freiwilliger Beitrag Aller, die an einer Stärkung des Fremdenverkehrsstandortes Travemünde/Lübeck ein eigenes wirtschaftliches Interesse haben und von einer Attraktivitätssteigerung für Gäste aus Nah von Fern profitieren, wäre die bessere Lösung gewesen. Zur Einführung einer Fremdenverkehrsabgabe gibt es als Konsequenz der kurzsichtigen Verweigerungshaltung keine vernünftige Alternative.

Landesregierung und Landesrechnungshof haben dies immer wieder gefordert. Die Landesregierung will damit auch die immer wieder kritisierten Wett-

bewerbsnachteile zwischen den konkurrierenden schleswig-holsteinischen Kurorten abbauen.

In fast allen Fremdenverkehrsorten ist eine Fremdenverkehrsabgabe seit

vielen Jahren selbstver- ständlich. Sie hat sich zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur auch bewährt. Die Einnahmen kommen unmittelbar dem Tourismus in Travemünde wieder zu Gute. Die heftigen Attacken der Lübecker CDU gegen den Vorsitzenden der BfL Fraktion Raimund Mildner laufen deshalb ins Leere.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt, Autor: Jörg Hundertmark

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