Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ausgabe vom 28. Juli 2009

Lübecker Volksfest - wie geht es weiter?

Beschicker und Organisatoren kommen zu Wort

Mitten im Volksfesttrubel - drei Tage nach Eröffnung - überreichte Lübecks Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel Urkunden an langjährige Be- schicker des Lübecker Volks- und Erinnerungsfestes. Der Start stellte alle zufrieden, am Ende jedoch baute der Festzeltbetreiber frühzeitig ab, "um nicht weiter pro Tag drauflegen zu müssen". Beschuldigungen wurden laut - Parkplätze seien rar und zu weit weg, die Stadt unterstütze zu wenig und schreibe zusätzlich noch Knöllchen an die Beschicker, die den Platz befahren, zu viele Veranstaltungen zögen die Gäste vom Platz ab.

Fazit: Zu wenig Besucher, noch weniger Umsätze, Enttäuschung auf allen Seiten.

Auf der Homepage des Volksfestkomitee e.V. läuft bereits der Countdown für das neue Fest. Am 27. Juni 2010, 14 Uhr, geht es los. Aber wie?

"Wir sind dabei, das alte Fest zu verdauen, haben uns für das neue also noch nichts vorgenommen", so Thorsten Upts, Bereichsleiter Märkte der Hansestadt Lübeck. Zur Zeit betreibe er Ursachenforschung, werde der Bürgerschaft einen Bericht vorlegen. "Aber wo soll ich da anfangen? Vor 30 Jahren gab es noch lange nicht so viele Veranstaltungen. Heute ist der Verteilungskampf um verfügbares Einkommen groß. Handy, Internet, Multimedia, alles Unterhaltung, die Geld kostet."

Jede Veranstaltung brauche ein Alleinstellungsmerkmal, hier gäbe es keinen Aufhänger. Doch da könne keiner was für: "Neue Ideen umzusetzen heißt, Geld in die Hand zu nehmen. Aber woher sollen wir das nehmen?"

Inzwischen glaube Upts nicht mehr daran, so schnell einen neuen Zeltwirt auf das Fest zu bekommen.

Könne nicht die LTM einspringen? "Nein! Die LTM hat genug zu tun. Weihnachtsmarkt und Co brauchen Aufmerksamkeit." Jürgen Taubert, Vorsitzender des Volksfestkomitees: "Es wird sicher weitergehen, nur wie, ist die Frage. Es wird eine neue Planung kommen müssen!" Von der Stadt habe er bislang keine Informationen. Diese würden dann zusammen mit den Eindrücken der Schausteller und Beschicker objektiv zur Nachlese auf den runden Tisch kommen müssen. Der Zug, so sein persönliches Fazit, sei sehr gut gelaufen, mit der größten Anzahl an Zuschauern. "Meine Mannschaft ist zufrieden." Beim Fest habe man sich Mühe gegeben, es sei aufgewertet worden und habe einen guten Start hingelegt - bis zu dem Zwischenfall mit dem Zeltwirt. Da müsse jetzt nachgeforscht werden. fem

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