Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 28. Juli 2009

17 weitere "Stolpersteine"

Der Kölner Künstler Gunter Demnig wird am Mittwoch,

29. Juli, 17 weitere "Stolpersteine", die die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas sowie an Opfer der Euthanasie während des Nationalsozialismus lebendig erhalten, in Lübeck verlegen. Damit steigt die Zahl der "Stolpersteine" auf 80. Vor folgenden Häusern wird verlegt: 10 Uhr, Sophienstraße 1 für Juliane Mansbacher, Margarethe Falck, Recha Liebenau und Sophienstraße 10, Simson und Resi Carlebach, zirka 10.30 Uhr, Wakenitzstraße 34b für Henry und Jenny Ruben, zirka 11 Uhr, Holstenstraße 17 für Lina Kes-ten, zirka 11.30 Uhr, Hartengrube 5 für Isaak Beutel und Rosa Lissauer, zirka 12 Uhr, Marlesgrube 41 und 52 für Benzion, Sara und Rahel Morgenstern,Laura Feige, Sophie Minna, Amalie Malka und Baruch Langsner

Begleitet wird jede Verlegung mit Informationen über das Schicksal der einzelnen Menschen und der Lesung eines Gedichts sowie Redebeiträgen und Musik. "Stolpersteine" sind Betonwürfel, abgedeckt mit einer verankerten Messingplatte, auf der Name, Lebensdaten und das Schicksal des Opfers eingeprägt sind. Sie werden über Patenschaften finanziert. Für jeden Stein betragen die Kosten 95 Euro. Das Spendenkonto wird vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein verwaltet. Das Spendenkonto lautet: AKENS Hartmut Kunkel, Postbank Dortmund, BLZ 440 100 46, Kontonummer: 975 136 460. Auf den Überweisungen muss Name und Adresse des Spenders sowie der Verwendungszweck für einen Stolperstein oder das Projekt Stolpersteine in Lübeck erscheinen, damit der AKENS die Spendenbescheinigungen zuschicken kann.

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