Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 24. Oktober 2017

Ausgabe vom 28. Juli 2009

Kein freiwilliger Polizeidienst!

FDP

Die Lübecker Liberalen lehnen die Einrichtung eines freiwilligen Polizeidienstes entschieden ab. Einen entsprechenden Antrag der Wählervereinigung ,Bürger für Lübeck' (BfL) in der vergangenen Sitzung der Bürgerschaft am 16. Juli 2009 hat die FDP scharf zurückgewiesen. Gleichzeitig fordern wir, die geplanten Stellenstreichungen im Bereich des Polizeidienstes uneingeschränkt zurückzunehmen.

Bereits jetzt ist die Schmerzgrenze bei der Ausstattung und der personellen Besetzung bei der Polizei längst überschritten. Der von der Landesregierung beschlossene Stellenabbau stößt bei den Liberalen auf Unverständnis. Zudem weisen wir darauf hin, dass bei den Bürgerinnen und Bürgern bereits jetzt große Unsicherheit herrscht.

Ein von den BfL ins Gespräch gebrachter freiwilliger Polizeidienst ist für die Lübecker Liberalen keine Lösung und kein ernstzunehmender Vorschlag. Solche Gedankenspiele zeugen schlicht von politischer Naivität. Ehrenamtliche Ordnungshüter können keinen ausgebildeten Polizeibeamten ersetzen. Im Bereich der inneren Sicherheit brauchen wir auch und besonders in Lübeck keine Feierabend-Hilfssheriffs, ondern eine gut ausgestattete Polizei und selbstverständlich Zivilcourage. Von einer von den BfL unterstellten "Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls" durch freiwillige Polizeidienste kann aus Sicht der FDP keine Rede sein.

Eine Polizei, die sich wegen Personalmangels von Freiwilligen helfen lassen muss, wird mit Sicherheit Unbehagen auslösen und eher ein Unsicherheitsgefühl bei den Bürgerinnen und Bürgern hervorrufen.

V.i.S.d.P.: Thomas Schalies, Autor: Gerrit Koch

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