Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 04. August 2009

Autor: Wilfried Link

Gemeinsam im Bündnis gegen Rechts

Die Linke

Gemeinsam im Bündnis gegen Rechts
Im nächsten Jahr bekommt das breites Bündnis gegen den jährlichen Naziaufmarsch in Lübeck Unterstützung von verschiedenen Bürgerschaftsfraktionen. Eine Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken lehnten den Antrag der CDU eine eigene Aktionsgruppe gegen die zu erwartende Neonazikundgebung zu gründen ab. Es ist mir unbegreiflich, wieso die bürgerlichen Fraktionen ein aus der Bevölkerung gewachsenes, gut funktionierendes Bündnis gegen Rechtsextreme, an dem die Kirchen auch beteiligt sind, torpedieren und spalten wollen. Der Antrag der Konservativen wurde damit begründet, dass an dem seit langem bestehendem breitem Bündnis "wir können sie stoppen" auch "linksextreme" Gruppierungen beteiligt seien. Für die rechten Fraktionen in der Bürgerschaft ist es offenbar schon extremis-tisch, eine Unterstützung der Langzeitarbeitslosen in Lübeck zu fordern oder ein Weihnachtsgeld für alleinstehende Mütter zu verlangen. Die Botschaft des Bündnisses, an dem auch die Gewerkschaften, Kirchen und die Parteien SPD, Grüne und Linke mitwirken ist über alle ideologischen und politischen Differenzen hinweg, stehen wir Lübe-cker gemeinsam gegen Neonazis und Faschismus. FDP und CDU haben eine große Chance vertan und bewiesen, dass ihnen die Ernsthaftigkeit des Themas nicht bewusst ist. Keine Einheit im Handeln gegen Faschismus führte schon einmal in Deutschland in die faschis-tische Barbarei. Wir fordern die Konservativen auf, ihre kleinkarierte Haltung zu überdenken und es möglich zu machen, dass alle Lübecker Parteien und Fraktionen in der Bürgerschaft gemeinsam gegen Rechtsextreme Stellung beziehen.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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