Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 04. August 2009

Autorin: Dr. Hildegund Stamm

MuK-Erfolg: Lichtblick am Himmel

Lübecker BUNT

MuK-Erfolg: Lichtblick am Himmel
Die Musik- und Kongresshalle, seit der Eröffnung im Jahr 1994 ein ständiger Verlustbringer für Lübeck in Millionenhöhe, scheint erstmals seit Jahren den Weg aus dem selbstgemachten Finanzdesaster zu finden. Unter Führung von Ilona Jarabek, der handfeste Arbeit mehr liegt als öffentlichkeitswirksame Schaumschlägerei, ist es in kurzer Zeit gelungen, das Riesenloch in der MuK-Kasse zu verkleinern - und zwar von einst über 1,7 Millionen auf jetzt 540.000 Euro. Dies ist ein Hoffnungsschimmer, aber auch ein Beleg dafür, wie eine städtische Gesellschaft die Hansestadt viele Jahre lang hinter Lichts führen kann, ohne dass irgendwelche Konsequenzen zu befürchten sind. Wir erinnern uns mit Grausen an die ständig vorgetragenen Behauptungen des ehemaligen MuK-Chefs, eine derartige Halle könne nirgends ohne Riesenverluste betrieben werden. Er forderte flugs den Neubau weiterer Verlustbringer wie eine Messehalle, der gerade noch abgewendet werden konnte. Politik und Bürgermeister haben dem Geblubber nur zu gerne geglaubt und geben sich auch heute noch blauäugig, wenn schillernde Projekte städtischer Gesellschaften nur genügend hohe Verluste versprechen. Millionen Euro für den Flughafen, den eigentlich niemand braucht? "Kein Problem." Hunderte von Millionen für die heilige Kuh Hafen? "Das sind wir uns schuldig". Und Millionen für das Pleite-Projekt International School of New Media? "Davon hängt Lübecks Zukunft ab". Als Hauptargument müssen stets Arbeitsplätze herhalten, die dann im versprochenen Umfang nie entstehen. Schwindler fliegen irgendwann auf. Ein schwacher Trost für uns Bürger!

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm

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