Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. August 2009

Stadt fördert Carsharing mit Stellplätzen

Alternative zum eigenen Auto wird von Jahr zu Jahr besser angenommen

Ein Auto zu unterhalten ist kein Pappenstiel. Da wäre zunächst die Anschaffung, dann kommen die Kosten für Versicherung, Steuer, Tüv und Abgasuntersuchung hinzu. Und wenn das Wägelchen mal schwächelt, folgt der nicht gerade billige Werkstattbesuch.

Seit 1991 gibt es in Lübeck eine Alternative zum Auto, die sich vor allem für Wenigfahrer lohnt und auch für die, deren Auto älteren Baujahrs ist und oft repariert werden muss. Der Name ist passend: Stattauto. "Wir haben mit zwei Autos und 20 Nutzern angefangen", erinnert sich Hinrich Kählert vom Stattauto-Vorstand. Mittlerweile sei die Anzahl der Wagen auf 43 und die der Nutzer auf 900 gestiegen.

Eine erfreuliche Entwicklung, das befand auch die Bürgerschaft und beschloss im November vorigen Jahres, die Einrichtung von Stellplätzen für Carsharing zu unterstützen. Das Ergebnis konnte jetzt präsentiert werden: Auf drei öffentlichen Parkplätzen stellt die Stadt erstmals, zunächst versuchsweise, acht Plätze für Stattauto zur Verfügung. "Die Testphase wird mindestens ein Jahr, vielleicht auch zwei Jahre laufen", so Andreas Krause vom Bereich Stadtplanung. Vier Stellplätze befinden sich auf dem Parkplatz Moislinger Allee, Ecke Meierstraße, je zwei an der Travemünder Allee, Gustav-Radbruch-Platz sowie an der Ratzeburger Allee. Krause: "Sollten die Standorte gut angenommen werden, ist eine Einziehung der Flächen für die dauerhafte Nutzung vorgesehen".

Hinrich Kählert freut sich über die ersten Stellplätze und ist sich sicher, dass die Zahl der Nutzer weiter steigt. "Wir bieten so viele Vorteile. Eine moderne Flotte, die Hälfte der Autos ist kein Jahr alt. Die Reservierung ist einfach, die Handhabung ist es ebenso. Chipkarte in den Kasten, Geheimszahl eingeben, Autoschlüssel nehmen". Verschmitzt fügt er hinzu: "Vielleicht gewinnen wir ja auch die Stadt als Kunden. Die Kieler Verwaltung nutzt bereits Stattauto". Mehr Infos unter www.stattauto-hl.de.

msn

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