Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. August 2009

Gegen Fährpreiserhöhung

Die Linke

Über sieben Brücken kannst du gehen, um in Lübeck von einem Stadtteil in den anderen zu gelangen. Nur der Stadtteil Travemünde, geteilt durch das große Wasser, bildet eine Ausnahme in Lübeck. Du wohnst auf dem Priwall und willst mit dem Auto zum Supermarkt; dann musst du blechen: Vier Euro und vierzig Cent für eine Fahrt. Wenn Travemünde die schönste Tochter Lübecks ist, dann ist der Priwall allenfalls die Stieftochter. Die Wirtschaft will uns seit langen die Vorzüge von Water-Front schmackhaft machen und verspricht uns den Aufschwung in Travemünde, durch das riesige Projekt. Doch die für Bewohner und Touristen teure Fähre taucht bei keinem der Pläne auf. Es werden nicht viele Touristen sein, die für viel Geld die neugeschaffene Gas-tronomie und Einkaufmöglichkeit im Water-Front-Projekt verlassen werden, um nach Travemünde überzusetzen. Es ist dringend geboten, die Pläne zu überarbeiten. Die Linke hat gefordert ein Gesamtkonzept zu erstellen und auch die Priwallfähre mit einzubeziehen. Früher war Travemünde das südlichste Ostseebad in Westdeutschland, seit 20 Jahren ist es in Gesamtdeutschland in der Mitte aller Bäder. Auch das berücksichtigen die Pläne nicht. Ganz besonders empörend ist, dass Priwallbewohner, die in Lübeck arbeiten im Schnitt 10 % ihres Einkommens für die Überfahrt zahlen sollen, wenn die neue Fährpreiserhöhung kommt. Aus diesem Grund sind wir für die Rückführung des Fährbetriebes in den alleinigen Besitz der Stadt. Auch wenn wir es als Linke schon Hunderte Male gesagt haben: Der Stadtverkehr gehört zur Daseinsfürsorge und in die öffentliche Hand.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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