Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 25. August 2009

Chaos bei der Wohngeldstelle

Die Linke

Die Wohngeldanträge bleiben liegen, weil das vorhandene Personal in der Wohngeldstelle die Bearbeitung nicht schafft. Zu viele Anträge für das zu geringe Personal. Für die be- troffenen Antragsteller bedeutet es, dass sie ihr Recht auf Wohngeld erst nach rund einem halben Jahr in Anspruch nehmen können. Bis dahin müssen sie bei den Einkäufen sparen. Wohngeld ist ein Bundesgesetz, die Kommunen haben die Bearbeitung der Anträge sicher zustellen. In unserer Stadt ist dieses jedoch nur bedingt möglich. Zum Glück haben nun fast alle Parteien in der Bürgerschaft erkannt, dass dieser Zustand unhaltbar ist und die Wohngeldstelle mehr Personal benötigt. Nur bei der Umsetzung hapert es, die CDU möchte es plötzlich schnell, die SPD möchte es schnell vertagen. Doch hätte das Problem schon längst vom Tisch sein können. DIE LINKE hat im Februar in der Bürgerschaft einen Antrag dazu eingebracht und für den Bereich Soziale Sicherung 10,5 neue Planstellen gefordert. Für die Wohngeldstelle waren dabei zwei Stellen vorgesehen. Alle anderen Parteien in der Bürgerschaft fanden, das sei kein so guter Vorschlag und der Antrag wurde in den Ausschuss überwiesen. Dort wurde der Antrag erneut vertagt. Wir werden diesen Antrag im September wieder in der Bürgerschaft stellen und freuen uns darauf, eventuell sogar mit den Stimmen der CDU für mehr Personal im Bereich Soziale Sicherung zu sorgen. Hoffen wir, dass die CDU zu ihrer Forderung steht. Wir hoffen, dass die SPD den Antrag nicht wieder vertagen will und dass die Grünen es sich nicht wieder kurz vor der Entscheidung anders überlegen.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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