Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Samstag, 16. Dezember 2017

Ausgabe vom 01. September 2009

Priwallfährtarif fair gestalten

Autor: Klaus Petersen

CDU

Eine Subventionierung der Priwallfährtarife für bestimmte Bevölkerungsgruppen fällt unter den Tatbestand der verdeckten Gewinnausschüttung, wie der Stadtverkehr jüngst unter Bezugnahme auf ein Schreiben des Landesfinanzministeriums mitgeteilt hat. Die CDU fordert dennoch, dass die Preise für die Priwallfähren nur sozial verträglich angepasst werden dürfen. Die Preisentwicklung der letzten Jahre war immens, und grundsätzlich sind alle Bewohner des Priwall darauf angewiesen, regelmäßig nach Travemünde gelangen zu können. Wir setzen uns daher dafür ein, dass die Tarifstruktur für die Fähren in enger Abstimmung mit den Priwallbewohnern entwickelt wird. Gleichzeitig muss klar sein, dass der Stadtverkehr nicht von sich aus subventionieren kann. Wir schlagen daher vor, dass eine verlässliche Faustformel entwickelt wird, nach der sich die Priwallbewohner auch in Zukunft darauf verlassen können, dass eine Jahreskarte für die Überfahrt im bezahlbaren Rahmen bleibt. Der Preis für eine Jahreskarte sollte das 100fache der Einzelfahrt nicht übersteigen. Dies stellt sicher, dass die Priwallbewohner nicht überdurchschnittlich belastet werden, nur weil sie auf die Karten angewiesen sind. Gleichzeitig liegt es weiterhin an der Bürgerschaftsmehrheit, die Situation für die Priwallfähren zu verbessern. Eine touristische Nutzung des Priwall im Rahmen des Waterfront-Projekts würde aufgrund des erhöhten Kundenaufkommens ganz klar zu einer erheblichen Entlastung für den Stadtverkehr führen.

Die Priwallfähren könnten wirtschaftlicher betrieben werden.

V.i.S.d.P.: Andreas Zander

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