Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. September 2009

Dauerthema: Der Müll und der Schmutz

Lübecker BUNT

Herumfliegender Müll in den Straßen, Kleingebirge von Gelben Säcken und überquellende Sammelbehälter verunzieren seit langem das Weltkulturerbe. Dieser Missstand wird häufig angeprangert - mit bislang geringem Erfolg. Weder die Verwaltung noch die Entsorgungsprofis der Stadt haben ein wirksames Mittel, um die Schmutzecken in den Griff zu bekommen. Schuld daran sind vor allem diejenigen Zeitgenossen, die sich offenbar nur dann wohlfühlen, wenn sie ihren Dreck einfach in die Gegend werfen können. Unser Vergleich mit Zuständen in Neapel führte hier offenbar nicht zu Besinnung, weil die Botschaft die falschen Adressaten aufregte: Die Leitung der Stadtreinigung. Sie sah sich durch die BUNT-Kritik verunglimpft - völlig zu Unrecht. Denn nichts liegt uns ferner, als die Schuld bei den EBL-Mitarbeitern zu suchen. Sollte dieser Eindruck tatsächlich entstanden sein, so tut uns dies leid. Wir haben mit unserer Kritik vielmehr das System, das praktizierte Konzept und vor allem unsere Mitbürger im Auge, wenn wir eine wirksame Verbesserung fordern. Denn die Auffassung, selbst nichts für die Sauberkeit zu tun, weil dafür andere zuständig seien, ist grundfalsch. Wer nur ein wenig nachdenkt, muss zugeben, dass er mehr für seine Stadt tun kann, als nur schimpfen und die Nase rümpfen. Lasst uns somit vielmehr an die eigene Nase fassen. Sind Container und Mülltonne voll, kann ich nicht einfach meinen Müll daneben kippen, sondern greife zum Telefon und melde den Notstand. Und spreche auch meine Mitbürger couragiert darauf an, wenn sie vor meinen Augen ihren Unrat einfach auf die Straße werfen.

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm, Autor: Calogero Ciulla

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