Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. September 2009

Für jeden eine eigene Fibel

Weiland-Kulturstiftung spendet 1470 Leselern-Bücher an ABC-Schützen

In Schleswig-Holsteins Schulen müssen wegen der Lernmittelfreiheit viele Bücher von Jahrgang zu Jahrgang weitergegeben werden, die sich mit der Zeit dementsprechend abnutzen. Beispielsweise bedeutet das für Erstklässler, dass die Bücher, mit denen ihr Schulleben beginnt und mit denen sie Lesen lernen, bereits durch zahlreiche Kinderhände gegangen sind und oft deutliche Abnutzungserscheinungen aufweisen. Gerade das Erscheinungsbild des ersten Schul- und Lesebuchs sollte doch zum Schmökern und Lernen motivieren und auffordern, doch Eselsohren, Naschreste und Schmierereien schrecken wohl eher ab.

Dem möchte Henning Hamkens mit seiner Weiland-Kulturstiftung entgegenwirken. Für das kürzlich begonnene Schuljahr 2009/2010 schenkte er allen 1470 in Lübeck eingeschulten ABC-Schützen die Erstklässler-Fibeln - im Wert von mehr als 26.000 Euro.

"Wichtig ist, dass ein Schulkind das erste Buch, dass es bekommt, auch behalten darf", erklärte Hamkens zur symbolischen Übergabe in der Marienschule. "Wir dürfen nicht vergessen, dass es Familien gibt, die für Bücher nicht viel Geld ausgeben können. Folglich ist die Fibel für manch einen Erstklässler das erste Buch." Stolz schrieben die Schüler direkt im Anschluss an die Übergabe ihren Namen in die Fibel, als Zeichen dafür, dass dieses Buch nun für immer in deren Besitz bleibe. Lübecks Kultur- und Schulsenatorin Annette Borns begleitete die Übergabe und freute sich über die glänzenden Kinderaugen: "Da wir bei problematischer Haushaltslage für solche Projekte keine Mittel haben, ist es toll, dass die Weiland-Kulturstiftung dieses Puzzleteil des Bildungswegs übernimmt." fem

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