Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. September 2009

Veranstaltungen zum Weltkindertag 2009

Trommeln, tanzen, träumen- und zuhören

Am 20. September ist wieder Weltkindertag. In Lübeck wird er wie gewohnt zwei Tage eher begangen, damit er an einem Arbeitstag stattfinden kann: Am Freitag, 18. September, ab 10 Uhr finden sich auf Einladung der Gemeindediakonie wieder fast 1000 Kinder aus den evangelischen, städtischen und freien Kindertagesstätten in der Arena der Freilichtbühne in den Wallanlagen ein. Sie werden begleitet und betreut von ihren Pädagoginnen und Pädagogen sowie rund 80 Schülerinnen und Schülern der Dorothea-Schlözer-Schule, die eine Ausbildung zum Erzieher / zur Erzieherin oder zum Sozialpädagogischen Assistenten / zur Sozialpädagogischen Assistentin machen. Auch Eltern und Großeltern sind willkommen und auch Kinder, die keine Kita besuchen. Zum zweiten Mal erhält die Veranstaltung Unterstützung durch die Edith-Fröhnert-Stiftung im Hause der Volksbank Lübeck.

"Kinder haben Rechte": Das ist das diesjährige Motto der Veranstaltung, die diesmal durch eine von der Dorothea-Schlözer-Schule gestaltete Ausstellung über Kinderrechte in Deutschland (21. bis 26. September in der Königpassage) ergänzt wird. Für die Aktion auf der Freilichtbühne gilt ausdrücklich das Recht "auf Zuhören". "Die Kinder sollen auch einmal etwas erzählt bekommen, ohne Fernseher, Computer oder CD-Player", erklärt Gerhard Jahn, Fachberater der Evangelischen Kindertagesstätten bei der Gemeindediakonie. "Deswegen wird die Märchenerzählerin Jana Raile die Kinder gemeinsam mit landestypischen Tieren in ein afrikanisches Märchenland entführen." Das gesprochene Wort stehe dabei im Vordergrund, ergänzt die quirlige Neustädterin Jana Raile: "Wir wollen in erster Linie die Sinne fürs Hören öffnen, die Kinder sollen ihre eigene Phantasie entwickeln."

Die wird besonders durch die Tierfiguren Schlange, Hornisse und Leopard angeregt, die die Dorothea-Schlözer-Schüler selber aus Pappmaché und Stoff gefertigt haben und die sie tanzend auf der Bühne mit Leben erfüllen werden. Dazu werden der Percussionist Peter Kaiser und von ihm angeleitete Schülerinnen und Schüler trommeln.

Bereits der traditionelle Sternmarsch der Kinder zur Freilichtbühne soll Aufmerksamkeit erregen: Von den Sammelpunkten Holstentor, Hermann-Hesse-Park (am Mühlenteller) und Cinestar Filmpalast Stadthalle in der Mühlenstraße aus laufen die Kleinen ebenfalls mit Trommeln und Handrasseln los. "Wir gehen nicht heimlich und leise zur Bühne", betont Gerhard Jahn. Doch während die Steppkes im UNICEF-Jahr 2007 noch für Afrika getrommelt haben, sollen sie diesmal mehr genießen dürfen. Das ist ja schließlich ihr Recht.

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