Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 18. Dezember 2017

Ausgabe vom 22. September 2009

Lübeck wird wieder leuchten

Neues Konzept dank großzügiger Stiftungs- und Sponsorengelder möglich

Schön ist Lübeck, und das nicht nur im Sommer. Geht es Richtung Weihnachten, übt der schimmernde Lichterglanz in der Altstadt einen ganz besonderen Reiz auf Bewohner und Gäste aus. "Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern müssen", fordert Andrea Gastager, Chefin der Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) bei der Vorstellung des neuen Konzeptes "Lübeck leuchtet". "Nicht jede Stadt hat ein Weltkulturerbe wie Lübeck; und das werden wir in Szene setzen", so Gastager weiter. Die LTM-Chefin erarbeitete in Zusammenarbeit dem Stadtmarketing den neuen Lichterglanz - ohne einen Cent der städtischen Finanzen dafür in Anspruch nehmen zu können. "Die Bürgerschaft beauftragte die LTM, eine Lösung für die Weihnachts- und Winterbeleuchtung zu finden - ohne Geld von der Stadt. Eine Herkulesaufgabe, die ich zunächst für unlösbar hielt", berichtet Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU).

Doch es hat geklappt, und wie: Nachdem im vorigen Jahr ein Teil der vorhandenen Beleuchtung an die Stadt Heide verkauft worden war, hallten laute Proteste durch Lübeck. Und der weihnachtliche Glanz fiel recht schmal aus. Gastager und Caroline Lenz vom Stadtmarketing stießen deshalb vielerorts auf offene Ohren - vor alem bei den Stiftungen. So gibt die Possehlstiftung den Löwenanteil von 320.000 Euro für die Finanzierung der Beleuchtung, die Gemeinnützige Sparkassenstiftung 70.000 Euro - verteilt auf drei Jahre. Für die Deckung der Betriebskosten von immerhin fast 70.000 Euro pro Jahr wurden Spon-

soren gesucht und gefunden - bisher sind zwei Drittel der Kosten für dieses Jahr gedeckt. Auch kleinere Firmen und Privatpersonen können sich mit 180 Euro im Jahr an den Kosten beteiligen.

Das neue Konzept stellt das Weltkulturerbe in den Vordergrund und ist in drei Teile gegliedert. Jetzt, 2009, heißt das Motto "Entree ins Weltkulturerbe". Der Holstentorplatz, die Holstenstraße, die Mühlenstraße, die Große Burgstraße und die Straße An der Untertrave werden durch Straßenüberspannungen mit dreidimensionalen Elementen und mitwachsendenn LED-Lichterketten an den Bäumen illuminiert. "Diese Technik ist bereits in vielen Städten erprobt", erklärt Gastager. Bis zu acht Jahre würden die Ketten an den Bäumen "mitwachsen", sich also mitdehnen. "Dadurch entfallen Lagerungs-, Auf- und Abbaukosten". Auch die MuK-brücke wird geschmückt.

2010 sollen Plätze und Verbindungsachsen illuminiert werden, 2011 folgen die Altstadtachsen, geschmückt mit den großen 3D-Elementen.

Partner für die Umsetzung ist die Bremer Firma Pepup im Kooperation mit dem Lübecker Unternehmen Tonkunst. msn

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