Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Sonntag, 22. Oktober 2017

Ausgabe vom 29. September 2009

Erhalt von Lübecks Altstadt gefördert

Bundesminister Tiefensee brachte 11,5 Millionen Euro mit

Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, übergab in der vergangenen Woche einen symbolischen Scheck in Höhe von 11,5 Millionen Euro an Lübecks Stadtspitze. Bürgermeister Bernd Saxe, Bausenator Franz-Peter Boden und Kultursenatorin Annette Borns freuten sich über die großzügige Geldspritze aus Berlin, die für den Erhalt der als Unesco Welterbe eingetragenen Lübecker Altstadt bestimmt ist.

"Die Altstadt von Lübeck ist ein einzigartiges Ensemble und eines der schönsten Beispiele der Backsteingotik", erklärte Minister Tiefensee bei der Übergabe im historischen Lübecker Rathaus. Die markante Stadtsilhouette mit dem Holstentor und die fast vollständig erhaltene historische Innenstadt seien weltberühmt. Tiefensee und Saxe waren sich einig, dass der Welterbetitel zwar eine hohe Auszeichnung sei, aber auch eine große Verantwortung und Verpflichtung, sorgsam mit diesem Erbe umzugehen und es für künftige Generationen zu bewahren. Durch meist wesentlich höhere finanzielle Belastungen und strenge Auflagen sei der Welterbetitel somit nicht nur Lust, sondern auch Last.

"Diese Verantwortung tragen wir gemeinsam. Ich freue mich, dass wir die Stadt Lübeck bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen können", verkündete Tiefensee bei der Scheckübergabe stolz.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat das Unesco Investitionsprogramm Anfang des Jahres im Rahmen des ersten Konjunkturpakets aufgelegt. Von 2009 bis 2013 stehen insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung. 119 Projekte in über 50 Kommunen werden gefördert - zumeist dringend notwendige Investitionen die den Erhalt der Welterbestätten ermöglichen.

"Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte hat ein Minister diese Summe für Weltkulturerbestätten bereitgestellt", betonte Tiefensee den Erfolg. Damit zeige man als Staat deutlich, welchen Wert dieser Titel und dessen Gründe hätten.

"Bitte wenden Sie das Geld in der Altstadt an und greifen Sie auf örtliche Betriebe zurück", appellierte Tiefensee, um die örtliche Wirtschaft, vor allem Handwerk und Bauwirtschaft, zu fördern.

Die Hansestadt Lübeck will die Mittel einsetzen, um archäologische Grabungen im"Gründungsviertel" durchzuführen und für das im zweiten Weltkrieg zerstörte Gebiet ein Stadtentwicklungskonzept zu erstellen. Zudem soll das Ensemble Kranenkonvent - Ernestinenschule und eine Gebäudezeile in der Düvekenstraße saniert werden.

Lübecks Kultur- und Schulsenatorin Annette Borns freute sich, dadurch auch die Schulentwicklung in der Hansestadt voranzubringen: "Ein wunderbarer Tag für die Archäologie, die Denkmalpflege und die Lübecker Schulen", sagte sie. fem

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