Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 29. September 2009

Weihnachtsmarkt 2009/2010

Autor: Oliver Reiß

Die Linke

Drei Monate vor Heiligabend ist es vollbracht. Das Konzept für den Lübecker Weihnachtsmarkt steht. Es wird einheitliche Layouts für die Schilder und eine Weihnachtsmarkttasse geben. Ab 2010 kommt dann auch die einheitliche Handelshütte. Aus vier verschiedenen dürfen die Besucher zuvor auswählen. So viel basisdemokratische Gesin- nung hätten wir der altehrwürdigen Hansestadt gar nicht zugetraut. Wie gut, dass dieser Vorschlag nicht von der Fraktion DIE LINKE kam, wäre er dann doch vermutlich abgelehnt worden. Ab 2010 wird der altertümliche Markt auf den Koberg umziehen, da er an seinem alten Standort schon seit langem an seine Grenzen gestoßen ist. Dieses geschieht auf Wunsch und in Absprache mit dem Betreiber. Die Fraktion DIE LINKE steht dem neuen Konzept positiv gegenüber. Skandalös dagegen ist der Gebührennachlass in Höhe von 12% für die Standbetreiber im Jahr 2009. Dieser ist umso unverständlicher, weil es mehr Bewerber für den Weihnachtsmarkt gab, als Plätze auf diesem vorhanden sind. Die Zusage der abgelehnten Bewerber, die Standgebühr in voller Höhe zu entrichten, wurde ignoriert. Das sind entgangene Einnahmen, die die notorisch klamme Hansestadt sicher gut hätte gebrauchen können. Hier ist der Aufsichtsrat der LTM vor der Lobby der alteingesessenen Standbetreiber eingeknickt. Wir sehen mit Sorge, wie leicht diese ihren Einfluss bei einigen der etablierten Parteien im Rathaus geltend machen können. Wäre es schlimm gewesen, wenn es auf dem Weihnachtsmarkt einen Wechsel bei den Standbetreibern gäbe? Neue Anbieter wie auch das neue Konzept hätten eine Chance verdient.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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