Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 06. Oktober 2009

Neues Entwicklungskonzept Priwall

Autor: Hans-Jürgen Martens

Die Linke

Die Fraktion DIE LINKE sieht sich in ihrer Meinung bestärkt das Waterfront-Projekt abzulehnen. Wie in der Presse zu lesen war, gibt es ein touristisches Entwicklungskonzept, dass sich klar gegen die geplante Ferienanlage von Herrn Hollesen ausspricht. Wir stimmen Professor Feige vom Deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr, Verfasser des Entwicklungskonzeptes, in seinen Ausführungen zu einem naturnahen Tourismus auf dem Priwall, ausdrückliches zu. Diese Analyse deckt sich auch weitgehend mit den Forderungen der Bürgerinitiative auf dem Priwall (BIP), sie fordert schon länger ein naturnahes Konzept für den Priwall. Natürlich muss sich die Politik jetzt genau mit dem Entwicklungskonzept beschäftigen. Wie zum Beispiel Übernachtungen in alten VW-Bussen anzubieten wäre für "Althippies" zwar ein Urlaubstraum, aber für Familien mit Kindern wohl nicht so geeignet. Die Idee Ferienhäuser im Baustil der Region zu bauen kommt einer Intelligenteren Bebauung entgegen. Man könnte mit diesem Projekt "die Marke Schleswig-Holstein" auf dem Priwall aufwerten und nicht wie geplant eine unwiderrufliche Schädigung der Region herbeiführen. Sogar Wirtschaftssenator Halbedel Wolfgang Halbedel gibt zu, dass es bei dem Waterfront-Projekt Bedarf zu Nachjustierung gibt. Leider ist bei den anderen Fraktionen, außer bei den Grünen und Linken, die Forderung nach einem vernünftigen Bauen auf dem Priwall noch nicht angekommen. Eines steht für DIE LINKE fest: Mit uns wird es auf dem Priwall keine Orgie aus Beton und kein Urlaub abgestimmt auf die oberen Zehntausend geben.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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