Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 20. Oktober 2009

Klima schützen und Geld sparen

Heute: Neue Heizungspumpe wird gefördert

Haben auch Sie eine hohe "zweite Miete"? Im Rahmen der Lübecker Heizspiegelkampagne 2009 unterstützt Sie der Bereich Umweltschutz an dieser Stelle regelmäßig rund ums Energiesparen.

Die Heizperiode hat begonnen und in vielen Lübecker Kellern läuft sie wieder rund um die Uhr: die Umwälzpumpe. Sie sorgt dafür, dass warmes Wasser zwischen Heizanlage und Heizkörpern zirkuliert und die Räume wärmt. In einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt ist sie für etwa zehn Prozent der Stromkosten verantwortlich, das sind circa 105 Euro pro Jahr.

Viele Heizungspumpen arbeiten ineffizient. Eine schlechte Steuerungstechnik der alten Pumpen führt dazu, dass sie viel mehr Kraft verbrauchen als nötig wäre, um die eigenen vier Wände behaglich zu wärmen. Deshalb wurden in den letzten Jahren Hocheffizienzpumpen entwickelt, die im Vergleich zu den alten Modellen nur etwa ein Fünftel an Strom verbrauchen.

Diese zu erkennen ist recht einfach, denn eine freiwillige Kennzeichnung mit einem Energie-Label weist in der Regel darauf hin. Die Energieeffizienzklassen reichen von A (niedriger Energieverbrauch) bis G (hoher Energieverbrauch). Obwohl die Kennzeichnung keine Pflicht ist, sind die besonders spar-samen Geräte meistens gekennzeichnet.

Die Bundesregierung fördert seit 1. April 2009 den Ersatz alter Standardpumpen durch Hocheffizienzpumpen der Effizienzklasse A: Liegen die Kosten für Pumpe und Montage durch einen Fachhandwerker unter 400 Euro, dann beträgt der Zuschuss 100 Euro, während es bei Kosten über 400 Euro 25 Prozent sind. So macht sich der Austausch durch die eingesparten Stromkosten schon nach drei bis fünf Jahren bezahlt. Neben der Kostensenkung leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, denn die Emission von Kohlendioxid wird deutlich verringert.

Den Antrag auf einen Zuschuss kann jeder Eigentümer von selbst genutzten und vermieteten Wohngebäuden stellen, sobald der Installateur die alte Pumpe gegen ein modernes Gerät ausgetauscht hat. Hilfestellung kann Ihnen auch das Fachhandwerk geben. Bearbeitet wird der Antrag von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Rahmen der sog. "Sonderförderung 431". Dieses Zuschussprogramm bietet weitere attraktive Geldgeschenke für die Optimierung bestehender Heizungsanlagen. Ob der Einbau von Thermostatventilen, neue Regler oder ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden soll, das Programm deckt einen breiten Bereich an Optimierungsmaßnahmen für bestehende Heizungsanlagen ab.

Die neuen Umwälzpumpen haben übrigens weitere Vorteile: Manche Wohnungsbesitzer fühlten sich von den Fließgeräuschen der alten Pumpen um den Schlaf gebracht. Das ist bei den neuen Modellen kein Problem mehr, denn die Betriebsgeräusche konnten deutlich minimiert werden.

Ist die Umwälzpumpe in Ihrem Heizungskeller auch ein Stromfresser? Der "PumpenCheck" des Energiespar-Ratgebers (www.luebeck.de) hilft Ihnen bei Ihrer Entscheidung.

Den Lübecker Heizspiegel 2009 erhalten Sie unter anderem beim Bereich Umweltschutz in der Dr.-Julius-Leber-Straße 50-52 (Hinterhof) und in den Stadtteilbüros.

Nutzen Sie darüber hinaus unsere interaktiven Energiespar-Ratgeber unter www.luebeck de. Hier erhalten Sie auch den aktuellen Heizspiegel als Download.

Haben Sie weitere Fragen? Dann erreichen Sie das Lübecker Umwelttelefon unter 0451/122-3929.

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