Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. Oktober 2009

Flughafen - Millionenloch auf ewig?

Lübecker BUNT

"Wir wollen die wirtschaftlichen Stärken unserer Region nutzen, statt Prestigeprojekte und anonyme Investoren mit unserem Geld zu unterstützen. Wirtschaftspolitik in Lübeck muss sich langfristige Ziele setzen. Ist unser Geld in einem Flughafen sinnvoll investiert? Welche Vorteile bringt er für Lübeck? Rechtfertigen sie die Nachteile, z.B. hohe Kosten oder Lärmbelastung durch nächtliche Starts und Landungen? Wir fordern, keine weiteren städtischen Gelder für den Ausbau des Flughafens auszugeben. Fällt er an die Hansestadt zurück, so müssen andere Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände - z.B. Umbau zu einem Innovationsgewerbepark mit Schwerpunkten wie Umwelttechnik und regenerative Energien - ernsthaft erwogen werden." Diesen Text haben wir im Mai 2008 zur Kommunalwahl veröffentlicht. Lübeck tritt auf der Stelle. Alles, was wir heute wissen, ist seit Jahren bekannt. Der Versuch, den Flughafen Blankensee an einen Investor loszuschlagen, hat uns Bürger viele Millionen gekostet - die jetzt genannten 26,5 Millionen sind nur ein Teil davon. Die Befürworter des Flughafens fordern unbelehrbar den Weiterbestand, weil sie persönlich nicht für die Kosten einstehen müssen und keinen Pfennig eigenen Geldes verlieren. Das für Großmannsträume verbrannte Steuergeld fehlt der Stadt heute an allen Ecken und Enden. Einen Vorteil haben davon nur die Banken, die der hochverschuldeten Kommune Geld gegen hohe Zinsen ausleihen. Die Kommune indes wird arm dabei - und somit wir alle, auch diejenigen, die bewusst nicht fliegen wollen oder es sich nicht leisten können. Soll das etwa ewig so weitergehen?

V.i.S.d.P.: Dr. H. Stamm

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