Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 10. November 2009

Warten auf die 52. NFL beginnt

Schwedisches Drama gewann NDR-Spielfilmpreis der 51. Nordischen Filmtage

Die 51. Nordischen Filmtage Lübeck (NFL) sind vorüber. Für die Fans beginnt jetzt die lange Zeit des Wartens auf die 52. Filmtage in Lübeck Anfang November 2010. Für sie ist das längst ein ganz normaler Zustand. Was macht die NFL so beliebt? Wir wollten es wissen und befragten Besucher. Lesen Sie hier das Ergebnis.

Ingo Scheither (Fehmarn) besucht seit 15 Jahren die Lübecker Filmtage. Er liebt die besondere Atmosphäre des Festivals und die Filme, die hier gezeigt werden. "Sie eröffnen dem Zuschauer andere Seiten des Lebens, regen ihn zum Nachdenken an." Seine Filmauswahl und die Buchung nahm Ingo Scheither im Internet vor. "Das war diesmal ganz einfach." Das Schlangestehen vor dem Kinosaal aber bleibt auch für ihn. "Für mich ist das in Ordnung", zuckt er gelassen die Schultern. Etwas mehr Flexibilität wünscht er sich dennoch. "Manchmal kann man die Leute bestimmt auch eher ins Kino lassen."

Zehn Jahre als Zuschauer dabei sind Elisabeth und Hubertus Lohmann (Lübeck). "Wir sind Skandinavier durch und durch. Schweden ist unsere zweite Heimat", sagt Elisabeth Lohmann. Elisabeth und Hubertus lieben die Machart der nordischen Filme. "Sie bieten immer noch überwiegend Erzählerisches mit sparsamen Dialogen." Begeistert sind die beiden von der Tradition der skandinavischen Kinder- und Jugendfilme, die es so bei uns nicht gebe. Und sie schätzen den hohen Wiedererkennungswert von Leuten. Sogar Freunde fürs Leben haben die beiden hier gefunden.

Annemarie Krause Guntrum und Jörn Krause (Bad Schwartau) könnten schon Silberhochzeit mit den NFL feiern. Annemarie Krause-Guntrum war viele Jahre in der Filmförderung Schleswig-Holstein als Beiratsmitglied tätig. Heute leiten beide den Verein "Kommunales Kino Bad Schwartau". Kino sei normalerweise geprägt von großen amerikanischen Produktionen. Bei den NFL sehe man Filme, die "sehr viel mehr den Menschen in den Mittelpunkt stellen, die immer einen Bezug zum konkreten Leben haben und alles in gesellschaftliche Strukturen integrieren", erklären die beiden.

Anja Meineke (Lübeck) liebt Skandinavien und besucht seit 13 Jahren die NFL. "Das ist ein sehr schönes Event für Lübeck. Darauf kann die Stadt stolz sein. Ich wünsche mir sehr, dass dieses Event hier bleibt." Anja liebt den besonderen Charakter des Filmfestivals und die Stimmung in der Stadt während dieser Tage. Natürlich liebt auch sie gute Filme, vor allem, wenn sie im Original gezeigt werden. "Dieses Mal war alles klasse organisiert", lobt sie die Menschen hinter den Kulissen. Der Internet-Kartenverkauf habe gut geklappt, Kassen hätten ausreichend zur Verfügung gestanden, niemand habe dort lange warten müssen.

Apropos: Die lange Wartezeit hat begonnen. Wer sie sich verkürzen möchte, dem seien die NFL-Berichte in den Lübeckischen Blättern ans Herz gelegt, die Antje Peters-Hirt, Direktorin der Gemeinnützigen, jetzt zusammengefasst und herausgegeben hat. Die Dokumentation trägt den Titel "50 Jahre Nordische Filmtage Lübeck" und enthält auf 218 Seiten chronologisch geordnet u.a. Filmkritiken und Berichte, Filmfotos und Filmbeschreibungen aus 50 Jahren NFL-Geschichte. Erhältlich ist das Buch in der Geschäftsstelle der Gemeinnützigen, Königstraße 5, sowie im Buchhandel. Das Buch kostet 16,80 Euro, für Mitglieder der Gemeinnützigen 15 Euro. MH

Die Preisträger

NDR-Spielfilmpreis:

"Eine vernünftige Lösung"

LN-Publikumspreis:

"Post für Pastor Jakob"

Kirchlicher Filmpreis:

"Post für Pastor Jakob"

Baltischer Filmpreis:

"Begegnungen"

Kinder- und Jugendfilmpreis: "Yatzy"

Kinderjury-Preis:

"ORPS - The Movie"

Dokumentarfilmpreis der Lübecker Gewerkschaften:

"Von Thailand nach Thy" und "Von Thy nach Thailand"

Norddeutscher Filmpreis: "Buddenbrooks"

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