Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 17. November 2009

Werbung für den Lübecker Wald

Ziel- und sachgerechte Information für Politiker

Dr. Lutz Fähser, Leiter des Lübecker Stadtwaldes, geht in den Ruhestand. Das löst Befürchtungen, dass die Stelle nicht erneut besetzt wird und Lübeck seinen Wald verkauft. Die Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer lud Politiker ein, sich die Bedeutung des Lübecker Stadtwaldes vor Ort erklären zu lassen.

Zuletzt wurde während des Walderlebnistages eine mögliche Übergabe des Lübecker Stadtwaldes an den Kreisforst Lauenburg und die Nichtwiederbesetzung der Leiterstelle thematisiert. Aus diesem Grunde hält Schopenhauer eine ziel- und sachgerechte Information der Bürgerschaft und des zuständigen Umweltausschusses für ratsam. Auf Anregung der beiden ehemaligen zuständigen Senatoren, Gunhild Duske und ihres Vorgängers Peter Oertling, sowie in Abstimmung mit den Bürgerschaftsfraktionen lud sie kürzlich zur Kutschfahrt ein. Zu Gast waren die Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, die Landtagsabgeordneten Hans Müller und Thorsten Fürter sowie zahlreiche Mitglieder der Bürgerschaft. Dr. Fähser war über das Interesse froh: "Früher gab es jedes Jahr eine Waldbereisung mit der Bürgerschaft." Dabei gibt es im Lauerholz einiges zu sehen: Die rund 5000 Hektar werden seit 1994 ökologisch und nachhaltig bewirtschaftet. Das Projekt wurde erst im August vom Bundesamtes für Naturschutz ausgezeichnet.

Für die Freunde des Stadtwaldes sind die Verkaufsabsichten nicht nachvollziehbar. Seit 1163 besitzt die Stadt ihren Wald. Das neue Konzept "Naturnahe Waldnutzung" sorge für stetig steigende Einnahmen. Der Stadtwald mache Gewinne, obwohl durch gesunkene Holzpreise in diesem Jahr rund 300.000 Euro weniger eingenommen werden, als ursprünglich geplant. vg

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