Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 13. April 2010

Sozial ausgewogen und gerecht

Autor: Ulrich Pluschkell

SPD

Auf Initiative der SPD wurde im Februar 2010 in der Lübecker Bürgerschaft für die Priwall-Fähren eine neue Tarifstruktur entworfen und zur Konkretisierung an die Stadtverkehr Lübeck GmbH (SL) weitergeleitet. Der SL-Aufsichtsrat hat am 30.03.2010 der Einführung eines neuen Tarifmodells zum 1. Juli 10 gestimmt. Ziel der neuen Tarifstruktur ist eine Entflechtung des Personen- und Fahrzeugtarifs. Der Gesamtpreis einer Überfahrt errechnet sich künftig aus dem Tarif für die Fahrzeugbeförderung (Fahrrad, Motorrad, PKW usw.) zuzüglich der Anzahl der Fahrzeugbenutzer. Damit wird mehr Tarifgerechtigkeit geschaffen, denn bislang wurde z. B. von Pkw-Insassen kein Entgelt für die Personenbeförderung erhoben (Kfz-Pauschale). Im nächsten Schritt soll der Fährtarif in den allgemeinen Lübecker ÖPNV-Tarif integriert werden (Bus und Fähre mit einem Fahrausweis). Weiteres zentrales Element der Strukturreform ist es, Fußgängern und Radfahrern, die ihren 1. Wohnsitz auf dem Priwall haben, eine Nutzung der Fähren zum Nulltarif zu ermöglichen, damit sie Geschäfte, Stadtteilbüro, Krankenhaus usw. in Travemünde wie alle Bürger entgeltfrei nutzen können. Für ihre Autos müssen die Priwallbewohner genauso bezahlen wie alle anderen Benutzer auch. Zudem wird für Schüler der Priwall-Schulen eine preisgünstige Schülerkarte und für Ferienhausbewohner und Wassersportler auf dem Priwall eine 6-Monatskarte eingeführt. Aus dem neuen Tarifsystem sollen sich für den Stadtverkehr keine wirtschaftlichen Nachteile ergeben. Es zeigt zudem: Auch die Interessen der Travemünder sind bei der SPD in guten Händen!

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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