Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 20. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. April 2010

Klima schützen und Geld sparen

Heute: Stromdiät beim Heimkino

Haben auch Sie eine hohe „zweite Miete“? Im Rahmen der Lübecker Heizspiegelkampagne 2009 unterstützt Sie der Bereich Umweltschutz an dieser Stelle regelmäßig rund ums Energiesparen.

Fernseher werden immer größer und flacher. So schön dieses Heimkino einerseits ist, die Stromrechnung gestaltet sich weniger erfreulich. Entscheidend für die Produktqualität eines TV-Geräts ist deshalb auch der Stromverbrauch. Schließlich bleibt das Gerät viele Jahre im Haushalt und treibt die zweite Miete in die Höhe.

Der Stromverbrauch von Fernsehern steigt vor allem mit der Größe. Trotzdem gibt es von Gerät zu Gerät große Unterschiede. Ob nun Plasma, LCD oder Röhre die sparsamste Technologie darstellt, ist nicht immer eindeutig zu beantworten. In allen Gerätegruppen gibt es sparsame Modelle und Stromverschwender.  Der Stromverbrauch gleich großer Geräte kann im Betrieb um bis zu 50 Prozent auseinanderliegen. Fragen Sie Ihren Fachhändler nach dem Stromverbrauch Ihres Wunschgeräts im Normalbetrieb und im Stand-by-Zustand, und vergleichen Sie Geräte gleicher Größe und Ausstattung. Gute Geräte benötigen im Stand-by-Betrieb 1 Watt und weniger, sehr gute sogar nur 0,3 Watt oder darunter. Zusätzlich unterscheiden sich die Geräte häufig in den voreingestellten Werten für Helligkeit und Kontrast. Auch das hat Auswirkungen auf den Verbrauch und deshalb lohnt sich ein Gespräch über die empfehlenswerten Einstellungen für den Hausgebrauch.

Auch ein niedriger Stand-by-Verbrauch ist immer noch mehr als nichts, deshalb sollte man darauf achten, dass das Gerät einen echten Ausschalter hat, der es komplett vom Stromnetz trennt.  Abschalten lohnt sich schon bei kleinen Pausen, vor allem aber über Nacht. Wenn Sie schon mal dabei sind, schalten Sie auch alle mit dem Fernseher verbundenen Geräte ab, z. B. Receiver, DVD- und Surround-System, ggf. Stereoanlage oder Aktivboxen. Hier hilft eine schaltbare Steckdosenleiste. Aber nur wenn Schalter und Steckdosenleisten bequem erreichbar sind, werden sie genutzt. Mit Verlängerungskabeln lassen sich schaltbare Steckdosenleisten gut platzieren. Noch mehr Bequemlichkeit bietet eine Funksteckdose.  Auch sie wird zwischen Gerät und Steckdose geschaltet, aber per Fernbedienung gesteuert.

Als Zusatzgeräte zum TV haben Receiver Einzug ins Wohnzimmer gehalten. Grund ist die Einführung des digitalen Antennenfernsehens (DVB-T) und anderer Empfangswege für Bildsignale wie Satellit, Kabel und Telefonkabel. Die elektrische Leistungsaufnahme der Receiver kann sich von Gerät zu Gerät deutlich unterscheiden.  Receiver bleiben oft viele Stunden im Stand-by-Zustand. Berücksichtigen Sie daher schon beim Kauf neben dem Stromverbrauch im Normalbetrieb auch den im Stand-by-Betrieb. Während jeder längeren Nutzungspause sollten die Geräte  vollständig abgeschaltet werden. Einige Pay-TV-Receiver sollten jedoch nicht vom Stromnetz getrennt werden, da die Anbieter gelegentlich Updates durchführen. Fragen Sie hierzu Ihren Fachhändler oder schauen Sie in die Produktunterlagen. Auch bei DVD-Rekordern lohnt sich der Blick auf die Verbrauchsdaten. Mit einem energieeffizienten DVD-Rekorder sparen Sie bis zu 70 Prozent der Kosten. DVD-Rekorder mit und ohne Festplatte sind oft nur wenige Stunden im Einsatz. Den Rest des Tages bleiben sie im Stand-by-Zustand, um die Programmierung aufrecht und/oder die Uhr für den Timer am Laufen zu halten. Richtig ausschalten ist hier nur selten möglich. Umso besser ist es, wenn der Stromverbrauch im Stand-by niedrig ist: Das spart auf Dauer Geld und Strom.

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