Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 27. April 2010

Hundert und ein Stolperstein

Steine Nr. 81 bis 101 wurden in der Hansestadt verlegt

Der Kölner Künstler Gunter Demnig, der vor einem Jahr in der Hansestadt mit dem Erich-Mühsam-Preis ausgezeichnet worden ist, verlegte am vergangenen Mittwoch zwanzig weitere Stolpersteine. Somit stieg die Zahl der kleinen Gedenksteine von 81 auf 101.

An diesen Stellen verlegte Demnig Stolpersteine, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen, in der Schusterbreite 5, Schlutup (Wilhelm Krohn); Fischergrube 22 (Caroline und Bruno Katz); Fleischhauerstraße 1 (Emanuel, Jettchen und Frieda Levi); Braunstraße 6 (Emma Katz), Marlesgrube 22 (Franz Neitzke);  St. Annen-Straße 20 (Frieda Bär); St. Annen-Straße 12 (Sara, Elena und Eva Emmering); St. Annen-Straße 13 (Iwan, Minna und Arno Blumenthal); St. Annen-Straße 11 (Recha Saalfeld, Emilie Haas, Sara Opler, und Martha Hotzner) und in der St. Annen-Straße 7 (Franziska Sussmann).

Die Verlegungen wurden begleitet durch Informationen zu den einzelnen Biografien.

Bilanz gezogen

Die Initiative „Stolpersteine“ zog eine Bilanz ihrer Arbeit. Das erste gesetzte Ziel – für alle deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Lübeck und ihre Familien Gedenksteine verlegen zu lassen – wurde mit den Steinen für die Familie Blumenthal vor der Synagoge erreicht . Dagegen fehlen noch etliche der nach Riga deportierten, sowie weiterer jüdischer Menschen. Insgesamt erinnern 94 der 101 Stolpersteine an jüdische Opfer. Die Initiative dankt allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Organisationen, die mit ihren Spenden die Verlegungen ermöglicht haben, und mit ihrem Interesse und ihrer Anteilnahme die aktive Arbeit unterstützen.

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