Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 04. Mai 2010

In Gedenken an die Gefallenen

Neue Broschüre zum Ehrenfriedhof in der Reihe „Lübecks Friedhöfe“ erschienen

Die neueste Broschüre in der Reihe der Veröffentlichungen über Lübecks Friedhöfe trägt den Titel „Ehrenfriedhof“.

Wilfried Fick, früherer Bereichsleiter Friedhöfe, erstellte das Heft in ehrenamtlicher Arbeit und stellte es jetzt auf dem Ehrenfriedhof vor. „Auf diesem Friedhof finden keine Bestattungen mehr statt, er ist dazu da, die Erinnerungen an die Gefallenen zu bewahren“, so Fick. Auf der Anlage, die 1914 von dem Gartengestalter  Harry Maasz geplant wurde, sind etwa 2000 Kriegstote bestattet – unter ihnen auch Opfer des Bombenangriffs Palmarum in der Nacht vom 28. zum 29. März 1942. Um die Toten des Zweiten Weltkrieges zu beerdigen, wurde der Ehrenfriedhof durch Baudirektor Hans Pieper erweitert.

Neben den Grabstätten sind rund 500 Gedenksteine von Familien und Organisationen zum Gedenken an Angehörige aufgestellt worden, die in beiden Weltkriegen fern der Heimat gefallen sind. Der bekannteste Gedenkstein ist ist Dr. Julius Leber gewidmet.

„Alle Grabstätten sind per Computer erfasst und identifizierbar“, verkündet Wilfried Fick stolz. Das sei bei den Gedenksteinen bisher nicht so gewesen. „Jetzt sind sie am Ende der Broschüre alphabetisch sortiert und mit Nummern gekennzeichnet“.

Wer sich zu einer Erkundung des Ehrenfriedhofes aufmacht, kommt an den drei Ehrenmalen nicht vorbei. Gleich am Eingang wartet der „Betende Soldat“, es folgt der „Sterbende Krieger“ und bei den Opfern der Bombennacht wurde „Die Mutter“ aufgestellt.

Wilfried Fick lädt alle Interessierten zu zwei öffentlichen kostenlosen Führungen ein: am heutigen Dienstag, 4. Mai und am Mittwoch, 5. Mai, jeweils um 15 Uhr. Treffpunkt ist der Friedhofseingang am Sandberg.          msn

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de