Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 04. Mai 2010

UKSH nicht privatisieren

Autorin: Silke Thom

Die Linke

Die Ankündigung der Landesregierung, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) zu verkaufen und die Medizinerausbildung in Lübeck ohne Not zur Disposition zu stellen ist ein Akt der neoliberalen Willkür und gefährdet massiv den Wissenschaftsstandort Lübeck. Die eilig nachgeschobenen Dementis von FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki (FDP), die Entscheidungen werden erst im Mai getroffen, sind dabei alles andere als glaubhaft, wenn gleichzeitig CDU-Finanzminister Rainer Wiegand inzwischen die Interessentensuche nach möglichen Käufern begonnen hat. Ein möglicher Verkauf der UKSH geht über die Interessen an einer ausreichenden und qualifizierten Patientenversorgung ebenso zynisch hinweg, wie über die Belange der mehr als 10.000 Beschäftigten des Universitätsklinikums in Lübeck und Kiel. Schon bisher mussten sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf einen scharfen Sanierungskurs einlassen. Die damit verbundenen Versprechungen, man werde sich bis 2015 mit Teilprivatisierungen begnügen, erweisen sich jetzt als wertlos. Die von den Beschäftigten aus Angst um ihre Arbeitsplätze in Kauf genommenen Zugeständnisse wirken nun als kaltschnäuzige Vorbereitungsmaßnahmen auf die vollständige Privatisierung. DIE LINKE wird sich an der Seite der Belegschaften dafür einsetzen, die Interessen der Beschäftigten wie auch der Patienten und Medizinstudenten zu verteidigen und die Privatisierung des Universitätsklinikums sowie das Aus für die Medizinerausbildung in Lübeck zu verhindern.

V.i.S.d.P.:  Antje Jansen

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