Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 23. Oktober 2017

Ausgabe vom 11. Mai 2010

Alternative für den Priwall

Autor: Wilfried Link

Die Linke

Nun hat die „Bürgerinitiative für behutsame Priwallentwicklung e.V. (BIP) der Fraktion DIE LINKE Pläne zur alternativen Bebauung des Priwall vorgelegt. An der Erarbeitung dieser Pläne waren neben den Bürgern des Priwalls auch die Segel- und Sportvereine, Gäste des Priwalls, sowie eine Reihe von Fachexperten aus unterschiedlichen Disziplinen beteiligt. Dieser vorgelegte Entwurf hebt sich in wohltuender Weise von dem „Hollensen-Waterfront-Projekt“ ab. Während das „Hollensen-Projekt“ rücksichtslos in die Umwelt und in gewachsene Strukturen eingreift, bietet der Entwurf der BIP eine harmonische und umweltfreundliche Alternative. Eine solche Alternative kann in seiner ökologischen und sozialen Ausrichtung für den Tourismusstandort Lübeck-Travemünde nur förderlich sein. Nach dem Entwurf der BIP soll der Passathafen zu einem Wohn-, Sport- und Erlebnishafen entwickelt werden. Das ehemalige Krankenhausgelände soll für eine Jugendherberge, ein Biohotel und ein Naturschutz- und Informationszentrum genutzt werden. Als interessanter Nebeneffekt dieses Entwurfs empfinden wir die Tatsache, dass etwa 60.000 Quadratmeter der für den Verkauf an Waterfront vorgesehenen Flächen im Besitz der Stadt Lübeck bleiben. Wir möchten, dass die Pläne der BIP in den zuständigen Fachausschüssen als Alternative zum Waterfront-Projekt ernsthaft diskutiert werden, denn eine Entwicklung an der mehrere kleine Träger beteiligt sind, hat für die Stadt den Vorteil nicht von einem „Investor“ abhängig zu sein.

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de