Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 12. Dezember 2017

Ausgabe vom 11. Mai 2010

Strukturreform der Wifö überfällig

Autor: Dr. Raimund Mildner

Bürger für Lübeck

Bereits im Oktober 2008 hatten die Bürger für Lübeck den Antrag für die Einrichtung eines Investitionslotsen gestellt, der dann Frühjahr 2009 vom Wirtschaftsausschuss angenommen und zur Bearbeitung an die Verwaltung gegeben wurde. Das zunächst hinhaltende Argument des Bürgermeisters, dass der Investitionslotse gemeinsam mit der einheitlichen Ansprechstelle nach EU-Dienstleistungsrichtlinie geklärt werden müsse, hat sich erledigt, da sie vom Land umgesetzt wird. Mit dem Wechsel an der Spitze des Fachbereichs 2 besteht nun die aktuelle Chance, dass sich der neue Wirtschaftssenator - wie in seinen Bewerbungsreden bekundet - um eine überfällige Straffung und Erfolgssteigerung der Wirtschaftsförderung kümmert. Nach Auffassung der BfL ist hierfür eine organisatorische und gesellschaftsrechtliche Zusammenlegung der Wirtschaftsförderung (Wifö) mit dem Koordinierungsbüro Wirtschaft Lübeck (KWL) zielführend. Ohnehin in Personalunion geführt – auch diese ist in Frage zu stellen - ist seit langem schon nicht erkennbar, worin der Nutzen dieser getrennten Konstellation eigentlich besteht. Dies zumal die Aufgabenbereiche unmittelbar komplementär bzw. teilweise deckungsgleich sind. Ein Beleg für die Notwendigkeit einer Strukturänderung ist auch darin zu sehen, dass weder die Wifö noch die KWL in den vergangenen Jahren sonderlich erfolgreich agiert haben. Die BfL fordern daher den Wirtschaftssenator auf, alternative Vorschläge für eine Strukturreform der Wirtschaftsförderung mit dem Ziel einer erfolgreichen Ansiedlungspolitik für Lübeck unverzüglich zu entwickeln und alsbald vorzulegen.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

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