Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 18. Mai 2010

Klima schützen und Geld sparen

Heute: Klimaschutz praktisch: Energie passiv nutzen

Haben auch Sie eine hohe „zweite Miete“? Im Rahmen der Lübecker Heizspiegelkampagne 2009 unterstützt Sie der Bereich Umweltschutz an dieser Stelle regelmäßig rund ums Energiesparen.

Die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ zeigt Klimaschutz der praktischen Art: Mit dem „Passivhaus-Spezial“ und verschiedenen Energiespar-Ratgebern informiert die Seite  www.klima-sucht-schutz.de Endverbraucher, wie sie persönlich von der Passivhaus-Bauweise im Neu- und Altbau profitieren können und von welchen vorbildlichen Praxisbeispielen sie abschauen können.

Im Ratgeber „Heizkosten im Neubau“ haben Bauherren von Wohngebäuden die Möglichkeit, neben dem schnellen Vergleich verschiedener Heizsysteme auch die Energiebilanz und Wirtschaftlichkeit eines Passivhauses, das ganz ohne separates Heizsystem auskommt, zu prüfen. Schnell und unkompliziert können Nutzer die individuelle Höhe der nötigen Investitionen sowie der laufenden Verbrauchs- und Betriebskosten in Erfahrung bringen. Auch die CO2-Emissionen der ausgewählten Systeme werden gegenübergestellt. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEv) verlangt beispielsweise für ein neu gebautes Einfamilienhaus einen jährlichen Heizwärmebedarf von höchstens 95 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das Energiesparwunder Passivhaus mit seinem Bedarf von weniger als 15 Kilowattstunden unterläuft diese Vorgaben um ein Vielfaches.

Der „Modernisierungsratgeber“ bietet nach der Bewertung des Energieverbrauchs des bestehenden Gebäudes an, Passivhauskomponenten als Modernisierungsmaßnahmen auszuwählen.

Auch in Bestandsgebäuden können sich diese Maßnahmen lohnen, wie Tanja Loitz, die Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH, Trägerin der Klimaschutzkampagne, erklärt: „Ein durchschnittliches Einfamilienhaus hat einen Energieverbrauch von 180 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Mit den üblichen Modernisierungs- maßnahmen nach EnEv-Standard können die Eigentümer diesen Verbrauch auf zirka 70 kWh reduzieren. Nach der Modernisierung mit Passivhauskomponenten werden nur noch 10 bis 20 kWh verbraucht.“ Wie sich diese enorme Energie und damit Kosteneinsparung zu den Investitionskosten verhält und was das für den CO2-Ausstoß bedeutet, ermittelt der „Modernisierungsratgeber“ für jeden Nutzer individuell. Den Abschluss der Beratung bilden jeweils regionale Adressen von Handwerkern und Energieberatern, mit denen das Bau- oder Modernisierungsvorhaben dann gemeinsam umgesetzt werden kann. Der Modernisierungsratgeber  bietet auch eine Umstellung von dezentraler Warmwasserbereitung mit Strom auf umweltfreundlichere Energieträger an. Darüber hinaus informiert der Ratgeber über die Wirksamkeit eines hydraulischen Abgleichs Ihrer Heizungsanlage. Bei Rauschen, Gluckern oder kaltbleibenden Heizkörpern ist oft die Heizanlage nicht richtig eingestellt und die Heizkörper werden ungleichmäßig mit Warmwasser versorgt. Ein hydraulischer Abgleich schafft hier mit geringer Investition Abhilfe und spart wertvolle Energie.

Auch wer sich zunächst über bereits realisierte Passivhausprojekte informieren will, findet schnelle Hilfe. Mit dem „BestPractice Archiv“ – Ratgeber stehen dem Nutzer umfangreiche Informationen sowohl über neu gebaute Passivhäuser als auch modernisierte Altbauten zur Verfügung, die er sich Postleitzahl-gesteuert anzeigen lassen kann. Die Kontaktdaten der ausführenden Architekten und Planungsbüros werden ebenfalls angeboten.

Die Energiesparratgeber finden Sie unter www.luebeck.de (im linken Seitenfeld, etwas runterscrollen).

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