Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ausgabe vom 18. Mai 2010

Stationäre Messanlage in Betrieb

Fünf High-Tech-Blitzer am St. Jürgen-Rings sollen Einhaltung von Tempo 50 erzwingen

Lübecks soeben ins Amt gekommener Ordnungssenator Bernd Möller (Grüne) nahm kürzlich die neuen Geschwindigkeits-Messanlagen am St. Jürgen-Ring in Betrieb. Seitdem wird an fünf Standorten entlang der rund 2,7 Kilometer langen Strecke zwischen Berliner Platz und der Kreuzung von Waldersee- und Wallbrechtstraße die Einhaltung von Tempo 50 mithilfe von High-Tech-Blitzern überwacht.

Die Messanlagen vom Typ „Poliscan speed“ messen äußerst genau und können Tempoverstöße auf mehrspurigen Straßen eindeutig zuordnen. Die Geräte messen mit sogenannter LIDAR-Technik, bei der mehrere Fahrzeuge auf mehreren Spuren genau gemessen und Verstöße einzelnen Fahrern exakt nachgewiesen werden können.

Hintergrund der Installation der „Blitzer“ sind Klagen der Be- und Anwohner entlang des St.-Jürgen-Rings, die sich schon seit längerer Zeit über die Belastungen durch den Straßenverkehr ärgern und beschweren. Die bisherigen geprüften Möglichkeiten zur Reduzierung der Belastung – insbesondere durch Lärm – waren nicht realisierbar (wie Flüsterasphalt oder der Rückbau der Fahrbahn). Die von der Bürgerschaft gewünschte Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist von der Fachaufsicht untersagt worden.

Die Verkehrsbelastung dieses Straßenzuges ist hoch: werktags sind rund 25000 Fahrzeuge (gerechnet auf 24 Stunden) dort unterwegs. Der Schwerlastverkehr (Lkw) liegt bei etwa zehn Prozent davon. Insbesondere die Anlieger des Abschnitts vor dem Berliner Platz und der Kronsforder Allee klagen über „polternde“ Lkw.

Im Arbeitskreis Verkehr (Sitzung vom 11. November 2008) wurde das Thema noch einmal aufgegriffen. Tenor damals: die Geschwindigkeitsüberwachung solle verstärkt werden. Da sowohl aus Sicht der Polizei als auch des Ordnungs- und Verkehrsdienstes (114 Einsätze im Zeitraum 1. November 2007 bis 31. Oktober 2008) eine weitere Intensivierung der mobilen Überwachung insbesondere wegen des erheblichen Personaleinsatzes dort nicht realisierbar ist, wurde jetzt eine stationäre Anlage installiert.

Die neue Anlage, aufgebaut jeweils in der Mitte des St. Jürgen-Rings, hat fünf Messpunkte. Von denen werden jeweils zwei in Betrieb sein, wobei die „scharfen“ Säulen ständig wechseln werden.

Die gesamten Investitionskosten der Anlagen einschließlich Tiefbauarbeiten und Stromanschlüssen belaufen sich auf rund 240.000 Euro.

Da von der Bürgerschaft im Vermögenshaushalt 2009 die Mittel zur Beschaffung bereitgestellt worden waren, konnte nach europaweiter Ausschreibung der Auftrag erteilt und das Projekt realisiert werden.

Zurück zur Übersicht

 
Jetzt Werbung schalten auf www.luebeck.de