Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 25. Mai 2010

Feste Arbeit für die ARGE

Autor: Rolf Klinkel

Die Grünen

In der Maisitzung wird die Bürgerschaft sich mit den zeitlich begrenzten Arbeitsverhältnissen in der Lübecker Armutsverwaltung (ARGE) beschäftigen. Viele MitarbeiterInnen haben dort nur Zeitverträge und müssen befürchten, nach deren Auslaufen ihren Job zu verlieren. Wir fragen uns: Wie können unter diesen Umständen ARGE-MitarbeiterInnen arbeit- und hilfesuchende Menschen vernünftig betreuen und in Arbeitsplätze vermitteln, wenn sie selbst Angst vor dem Verlust des eigenen haben müssen? Befristete Arbeitsverhältnisse sind unsozial und müssen verboten werden. In einem Bürgerschaftsantrag fordern wir, diese Missstände in der ARGE zu beseitigen. Wir verlangen, dass die Lübecker ARGE alle befristeten Arbeitsverhältnisse in unbefristete umwandelt. ARGE-MitarbeiterInnen sollen sich nicht mehr davor fürchten müssen nach ein bis zwei Jahren Berufstätigkeit wieder ohne Arbeit zu sein und statt hinter dem Schreibtisch als Arbeitsberater zu sitzen, selbst als Arbeitsloser davor zu stehen. Eigentlich war das Problem schon gelöst. In Berlin hatte sich die Opposition mit der Regierung auf eine Entfristung der Arbeitsverhältnisse aller ARGE- MitarbeiterInnen geeinigt. Das ging der FDP dann jedoch zu weit und sie zog ihre Zustimmung wieder zurück. Hier zeigten die Freidemokraten erneut eindrücklich, wie sie Sozialpolitik verstehen: Spätrömische Dekadenz beim Steuersparen und Haushalteinsparungen auf Kosten der Ärmsten! Nun soll sich aufgrund unseres Antrags der Bürgermeister in der Trägerversammlung der ARGE für die Abschaffung der Zeitverträge in Lübeck einsetzen.

V.i.S.d.P.: Rolf Klinkel

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