Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 01. Juni 2010

Ethische Ökonomie

Autor: Gregor Voht

Bürger für Lübeck

Viele Migrantinnen und Migranten in Deutschland nutzen den Schritt in die Selbstständigkeit, um sich hier eine Existenz aufzubauen bzw. zu sichern. In Deutschland gab es 2003 laut Nationalem Integrationsplan der Bundesregierung ca. 280.000 ausländische Selbstständige, insgesamt waren über eine Million Menschen in ausländischen Unternehmen tätig. Nicht nur das Gastgewerbe und der Handel sind Betätigungsfelder der unternehmerisch aktiven Migranten, es ist mittlerweile zur erfreulichen Realität geworden, dass sie zunehmend in ganz unterschiedlichen Branchen Fuß fassen und als Unternehmer am Wirtschaftsleben teilnehmen. Die Unternehmensgründungen schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, stärken den Wirtschaftsstandort, befördern die Integration und korrigieren nebenbei auch das aus Halbwissen und Vorurteilen entstandene Weltbild derjenigen, die Migranten gerne als unangenehme Belastung für den Staat und die Gesellschaft darstellen. Im Nationalen Integrationsplan werden auch Maßnahmen zur Stärkung bzw. weiteren Beförderung der Ethnischen Ökonomie durch die Wirtschaftsförderung auf lokaler Ebene empfohlen. Die Bürger für Lübeck (BfL) wollen nun auch in Lübeck das Thema schleunigst angehen und beantragen in der Bürgerschaft, dass die Verwaltung zunächst eine Bestandsaufnahme der bisherigen Situation in Lübeck macht und davon ausgehend prüft, welche Maßnahmen für Lübeck umsetzbar sind. Das Ziel der BfL ist es dabei, den Wirtschaftsstandort unserer weltoffenen Hansestadt zu stärken und gleichzeitig mit Hilfe der Ethnischen Ökonomie die Integration in Lübeck weiter voran zu treiben.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner

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