Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. Juni 2010

Amoklauf stoppen

SPD

Der von der Schwarz-Gelben Landesregierung unter dem Vorwand der Haushaltskonsolidierung angekündigte finanz-, struktur- und bildungspolitischen Amoklauf gefährdet mutwillig die Zukunft Lübecks. Ein Aus für die Medizinerausbildung bedeutet letztlich das Aus für den erfolgreichen Universitätsstandort Lübeck. Das UKSH und die Universität sind mit 5000 Beschäftigten nicht nur der größte Arbeitgeber der Stadt. Sie sind auch unverzichtbare Voraussetzung für den Erfolg des Medizinstandortes Lübeck. Ein Ende für den Fachbereich Medizin bedeutet auch das Aus für zahlreiche Arbeitsplätze rund um die Universität und das UKSH. Der Medizintechnikstandort Lübeck hat ohne eine Medizinerausbildung vor Ort keine Zukunft. Die SPD lehnt ebenso eine Zerschlagung des UKSH durch ein Herausbrechen einzelner Teile oder ganzer Standorte ab. Die Erfahrungen andernorts sind erschreckend: Reibungsverluste, schlechtere Arbeitsbedingungen verbunden mit hohen Qualitätseinbußen bei der medizinischen Versorgung waren überall die Folge. Ohne Medizinerausbildung wird die Uniklinik zu einem „normalen Krankenhaus“, das ohne Schwierigkeiten an einen privaten Betreiber veräußert werden kann. Und zwar zu einem sehr niedrigen Preis! Die Bürgerschaft unterstützt die breiten Proteste von Studenten und Professoren. Sie wird deshalb auf Initiative der SPD kurzfristig in Kiel eine Sondersitzung zu dem Thema „Rettet die Universität Lübeck“ einberufen. Der Ministerpräsident wird zur Sitzung eingeladen um die Beschlüsse der Regierung zur Zukunft von Uni und Klinikum zu erläutern und zu vertreten.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt, Autor: Ingo Hoffmann

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