Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 08. Juni 2010

Ungerechtigkeit gegen Uni abwenden

Bfl

Als Affront gegen das höchst erfolgreiche Engagement aller Beteiligten der Uni Lübeck bezeichnen die BfL den Sparvorschlag der Landesregierung, das Medizinstudium der Universität zu Lübeck abzuwickeln. Trotz Respekt vor dem endlich erkennbaren Sparwillen der zur dringend notwendigen Schuldenreduzierung – die in Lübeck ebenfalls überfällig ist – müssen die Maßnahmen jedoch sorgfältig auf massiv kontraproduktive Wirkungen abgeklopft werden. In diesem Zusammenhang ist völlig unverständlich, warum in Kiel die exzellente Profiluniversität Lübeck mit international anerkannten Wissenschaftsleistungen, höchsten Rankings der Ausbildungsleistung, sowie außerordentlichen bemerkenswerten Transfererfolgen bei Kooperationen mit der Wirtschaft und bei Existenzgründungen als Sparopfer herhalten muss. Die wirtschaftliche und damit finanzielle Hebelwirkung der Universität für die Region Lübeck wird völlig verkannt. Das Rausbrechen der Medizinausbildung aus einem sorgsam entwickelten Produktivsystem der Wissenschaftsdisziplinen von Naturwissenschaften, Informatik, Biowissenschaften und Medizin geschieht offenbar ohne Kenntnis fundamentaler Strukturzusammenhänge von Wissenschaft und Wirtschaft; abgesehen von den verheerenden Imageeffekten für den Standort Lübeck. Insbesondere ist dies auch nicht nachvollziehbar, weil die Wirkungsreichweite der Medizinischen Fakultät in Kiel mit den Lübecker Erfolgen nicht vergleichbar ist. Es wird sich bei den Bürgern, Unternehmen und Verbänden in Lübeck und den umliegenden Landkreisen der Widerstand gegen die Unsinnigkeit des Uni-Sparvorschlages organisieren.

V.i.S.d.P.: Dr. R. Mildner, Autor: Dr. Raimund Mildner

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