Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Ausgabe vom 15. Juni 2010

Mediziner-Aus muss verhindert werden

Autor: Thorsten Fürter

Die Grünen

Die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion lehnt das Aus für das Medizinstudium in Lübeck ab. Der Beschluss der Haushaltsstrukturkommission ist der klassische Schnellschuss einer kleinen Runde, der großen akademischen und wirtschaftlichen Schaden für die ganze Region zur Folge hätte. Wenn das schwarz-gelbe Uni-Aus tatsächlich kommt, braucht sich in den kommenden 30 Jahren von denjenigen, die dafür ihre Stimme hergeben, keiner mehr in Lübeck blicken zu lassen. Schon die Grundthese, die die Schließung begründen soll, ist falsch. In Schleswig-Holstein werden keineswegs zu viele MedizinerInnen ausgebildet. Bei der Anzahl der EinwohnerInnen pro Medizinstudienplatz liegt Schleswig-Holstein im Mittelfeld. Das Aus in Lübeck würde den Rutsch in die Abstiegszone bedeuten. Unverantwortlich angesichts des Ärztemangels, der eher eine Aufstockung der Studienplätze verlangt. Die wirtschaftlichen Folgen für die Region wären katastrophal. Die Medizintechnik auf der Achse Lübeck/Hamburg ist eine der wenigen Stärken der schleswig-holsteinischen Wirtschaft. Diese Stärke will die Landesregierung zerstören. Sie gaukelt zwar vor, die Medizintechnik in Lübeck stärken zu wollen. Aber diese Rechnung wird nicht aufgehen. Die Uni ist ohne ihren wichtigsten Fachbereich nicht lebensfähig. Die Medizintechnik wird sich nach Hamburg verlagern, wenn die Möglichkeit zur Kooperation mit einem medizinischen Fachbereich in Lübeck entfällt. Wir werden - gemeinsam mit unserer Landtagsfraktion, die ebenfalls gegen die Schließung kämpft – alle Hebel in Bewegung setzen, damit das schwarz-gelbe Uni-Aus niemals Realität wird.

V.i.S.d.P.: Susanne Hilbrecht

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