Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ausgabe vom 22. Juni 2010

Sechster Akademischer Abend

Uni-Schließung dominierte den Empfang

„Nichts ist beständiger als der Wandel“, lautete das Motto des sechsten Akademischen Abends, zu dem die Hansestadt Lübeck in Kooperation mit der Musik- und Kongresshalle und der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck kürzlich lud.

Rund 200 Personen der Lübecker Hochschulen, der Politik, der Kultur und der Wirtschaft sind der Einladung zwei Tage vor der Großdemonstration in Kiel gefolgt. Verständlich, dass im Fokus des Meinungs- und Gedankenaustausches auch hier die Diskussion um die geplante Schließung der Medizinischen Fakultät der Universität zu Lübeck stand. Die verschiedenen Gastredner machten noch einmal deutlich, dass nicht nur Lübeck, sondern die gesamte Region branchenübergreifend enorme Rückschläge hinnehmen müsse, sollte der Gesundheitsstandort Lübeck zerstört werden. Dr. Martin Schmidt, Geschäftsführer der Möller-Wedel Optische Werke GmbH, verglich Wertschöpfung, Steuereinnahmen und Einsparpotential und belegte so, dass sich eine Schließung der Medizinischen Fakultät in keinster Weise rechne.

Auch Dr. Matthias Kraas, Olympus Hamburg, sprach sich mit Blick auf die Banner „Lübeck kämpft für seine Uni“ gegen eine Schließung aus.

Das künstlerisch-kulturelle Highlight des Abends wurde zum diesjährigen akademischen Abend in den Empfang eingebunden. So konnten alle Gäste dem Projekt „Wagner-trifft-Mann“ begegnen und je einen Ausschnitt aus „Dr. Faustus“ und „Götterdämmerung“ erleben. Anschließend folgten viele Gespräche, meist über die angekündigte Schließung der Medizin-Fakultät rankten. Die zahlreichen Gäste, unter ihnen auffällig viele Studenten, suchten nach Lösungsvorschlägen. fem

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