Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 22. Juni 2010

KWL ist gut aufgestellt

Autor: Peter Reinhardt

SPD

Bei all jenen Projekten wo die Renditen zu wenig Gewinn versprechen oder aber die Rahmenbedingungen ein besonderes gesamtstädtisches Einfühlungsvermögen verlangen, hält sich die private Immobilienwirtschaft mit Investitionen eher zurück. Genau hier kann die KWL ihre Stärken zeigen und ausspielen. Sei es bei Industrie- und Schulbauvorhaben, die besondere Anforderungen an das Baumanagement notwendig werden lassen oder beim Umbau historischer Gebäude – wie zum Beispiel die Media Docks oder das Kanzleigebäude. Auch der Umbau von Schuppen 10/11 würde gut dazu passen. Weiterer Schwerpunkt der KWL: Die Bereitstellung und Instandhaltung von PKW-Stellplätzen. Eine effektive und bedarfsgerechte und störungsfreie Parkraumbewirtschaftung als Partner des innerstädtischen Einzelhandels und die Idee einer verkehrsberuhigten Altstadt widersprechen sich nicht. Die KWL als Tochtergesellschaft der Hansestadt Lübeck mit ihrem Aufsichts-ratsvorsitzendem Gottfried Weist steht weder in Konkurrenz zur privaten Immobilienwirtschaft noch zum städtischen Gebäudemanagement, sondern versteht sich als ergänzendes Instrument kommunaler Stadtentwicklung. Dieses Selbstverständnis kommt dann zum Tragen, wenn es um die Bevorratung und Bewirtschaftung von Gewerbeflächen geht. Öffentliches Interesse im Sinne des Gemeinwohls verhindert Bodenspekulation und schafft ein Gleichgewicht ökonomischer und ökologischer Interessen. Die KWL ist sehr gut aufgestellt und belegt nachhaltig: Städtische Gesellschaften können anders als immer wieder behauptet eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte sein.

V.i.S.d.P.: Peter Reinhardt

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