Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 22. Juni 2010

Gelb-Schwarz vs. Schwarz-Gelb

Autor: Ragnar Lüttke

Die Linke

Der Lübecker Protest gegen das Sparpaket und für den Erhalt der Uni und seines Klinikums ist gelb-schwarz. In der ganzen Stadt sind die Plakate in den Fenstern zu sehen. Was wir Lübecker auf die Beine stellen, kann sich sehen lassen. Alle Lübecker Parteien ziehen an einem Strang. Die Bürgerschaft tagte zum ersten Mal in ihrer Geschichte außerhalb Lübecks, um eine Resolution für die Uni zu beschließen. Am letzten Mittwoch sind 14 000 Menschen gegen die Sparpläne der Regierung zum Landeshaus marschiert. „Wir sind hier, wir sind laut – weil man uns die Uni klaut“ wurde gerufen. Doch es war nicht nur Lübecker, die sich am Protest beteiligt haben. Der Protest hat sich längst ausgedehnt und die Demonstranten kamen aus ganz Schleswig-Holstein. Was die Demonstranten klar gemacht haben: es geht nicht nur um die Uni in Lübeck, sondern um den Bildungsstandort Schleswig-Holstein. Die Schließung würde nicht nur in Lübeck in eine Katastrophe münden, sondern im ganzen Land. Aus diesem Grund sah die Landeshauptstadt die bisher größte Demonstration gegen eine Landesregierung. Zur gleichen Zeit verteidigte Carstensen seine Kürzungspläne, und behauptete wie von Blindheit geschlagen, sie seien der Wille der Schleswig-Holsteiner. Tags darauf demonstrierten wieder tausende von Menschen – diesmal waren es die Sozialverbände. „Alternativlos“ seien die Sparpläne sagt der Ministerpräsident. Wenn die Landesregierung keine Alternative zum Versenken der Unis in Schleswig-Holstein findet, wird der gelb-schwarze Protest die schwarz-gelbe Regierung versenken. Es gibt eine Alternative: Den Rücktritt!!!

V.i.S.d.P.: Antje Jansen

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