Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ausgabe vom 06. Juli 2010

Viel Hoffnung, wenig Neues

Zukunft der Universit├Ąt bleibt weiterhin ungewiss

Rund 8000 Demonstranten begleiteten am vorigen Donnerstagabend eine Diskussion über die Zukunft der Uni Lübeck in St. Petri. Neuigkeiten gab es kaum, aber viel Hoffnung. So wird der eigene Sparvorschlag der Uni Lübeck beim Land „sehr positiv“ bewertet.

Es sind nicht ganz so viele Demonstranten geworden, wie der AStA gehofft hatte, aber Lübecks Innenstadt war am Donnerstag gelb. Aus vier Richtungen zogen die Leute mit ihren gelben T-Shirts auf dem Markt, um dort die Übertragung der Diskussion zu verfolgen.

Unter den Gästen bei der Diskussion war überraschend auch Christian von Boetticher, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag. Er machte schon vorher klar, dass keine Neuigkeiten zu erwarten seien. Die Gespräche mit der Uni Lübeck und dem Bund würden aber sehr positiv verlaufen. Er sagte auch, dass seine Fraktion geschlossen abstimmen werde. Vor jeder Entscheidung im Landtag würden kritische Äußerungen einzelner Abgeordneter überbewertet.

Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen, die Minister Jost de Jager vertrat, und FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki warnten davor, den Blick nur auf Lübeck zu richten. Es gehe um das ganze Land. Sie sind auch überzeugt, dass die Uni ohne Medizinerausbildung überleben kann. „Mir ist kein Unternehmen bekannt, dass Lübeck verlassen will, wenn die Medizinerausbildung eingestellt wird“, sagte Kubicki. Nur der Schwerpunkt werde sich ändern.

Keine neuen Ergebnisse ergab auch die Fragestunde der SPD im Bundestag. Die Bundesregierung verwies dabei auf die Zuständigkeit des Landes. Zu den Verhandlungen über die Übernahme der Uni durch die Helmholtzgesellschaft wird weiter hinter verschlossenen Türen ver

handelt.           vg

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