Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Freitag, 15. Dezember 2017

Ausgabe vom 06. Juli 2010

Stadt übernimmt Recyclinghöfe

Vertrag mit der Possehltochter GRKI lief Ende Juni aus

Zum 1. Juli übernahmen die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) die vier Recyclinghöfe der Hansestadt. Bisheriger Betreiber war die Gesellschaft für das Recycling kontaminierter Industriebrachen (GRKI), eine Possehl-Tochter. Der Vertrag, der seit 1995 mit der Hansestadt bestand, lief am 30. Juni aus und wurde nicht verlängert. „Recyclinghöfe sind unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Abfallwirtschaft“, erklärte EBL-Chef Jan Verwey. Die Höfe funktionierten im Bring-System – und alle vier würden gut angenommen.

Umweltsenator Bernd Möller (Die Grünen) testete den Recyclinghof Altstadt bei seinem eigenen Hausbau: „Zudem war der Hof eine wahre ,Designstation’, hier gab es echte Fundstücke in den Containern zu entdecken“. Möller hofft, dass der Hof weiterhin gut angenommen wird.

GRKI-Chef Jens Levermann freute sich über die Blumen zum Abschied, aber: „Ich hätte lieber den Vertrag fortgeführt“. Er sei stolz darauf, als Privater mit der Kommune für beide Seiten erfolgreich zusammengearbeitet zu haben. „Die EBL erhalten ein tolles und gut funktionierendes Team“, so Levermann abschließend. Die zwölf Mitarbeiter der Recyclinghöfe werden  von den EBL zu denselben Konditionen übernommen. Die Zusammenarbeit lobt auch Manfred Wicke, Geschäftsführer der Stadtreinigung: „Sie war immer sehr kollegial“. Und die Anlagen seien in einem sehr guten Zustand.

Das komplette Service-Angebot der Recyclinghöfe bleibt erhalten und soll noch ausgebaut werden. Allein im Jahr 2009 wurden die Recyclinghöfe 50.000 Mal angefahren, davon 21.000 Mal der Hof in der Altstadt.

Hintergrund:

Im Mai 1995 wurde der öffentlich rechtliche Vertrag zur Errichtung und dem Betrieb von vier Recyclinghöfen im Lübecker Stadtgebiet zwischen der Firma GRKI und der Hansestadt Lübeck geschlossen. Im September 1995 konnte der Recyclinghof Niemark in Betrieb genommen werden, im Dezember 1996 folgten die Höfe in St. Lorenz und Herrenwyk. Im Jahr 2001 wurde der vierte und letzt Hof in der Altstadt fertig gestellt. Alle vier Höfe verfügen über eine Schadstoffannahmestelle.              msn

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