Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Montag, 11. Dezember 2017

Ausgabe vom 13. Juli 2010

Neue Pumpstation in St. Jürgen

Altes Pumpwerk wird entkernt • Abrissarbeiten ab August

Als direkter Ostseeanrainer trägt die Hansestadt Lübeck eine große Verantwortung, den Eintrag von Schadstoffen in die Ostsee so gering wie möglich zu halten. Die Entsorgungsbetriebe Lübeck sind der kommunale Dienstleister für die Abwassereinigung und den Gewässerschutz in der Hansestadt Lübeck.

Die Entsorgungsbetriebe Lübeck haben das neue „Pumpwerk St. Jürgen“, Charlottenstraße in Betrieb genommen. Das Pumpwerk St. Jürgen ist eines der vier größten Pumpwerke (Jahresförderleistung liegt bei 1.379.120 m³/a) in der Hansestadt Lübeck. Die Hansestadt Lübeck verfügt über 66 Pumpwerke.

Das alte Pumpwerk wird bereits entkernt. Im August beginnen die Abrissarbeiten. Um die Gewässerbelastung schrittweise zurückzuführen, haben die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) ein Konzept zur Verringerung der Einleitungsmenge von Mischwasser erstellt.

Einer der Sanierungsschritte ist der Bau eines Stauraumkanals für Mischwasser mit einem neuen Pumpwerk in St. Jürgen (Charlottenstraße). Dadurch wird ein Teil des Mischwassers bei starken Regen zwischengespeichert und dem ZKW zur Abwasserreinigung zugeführt. Das Risiko, dass Mischwasser über den Notüberlauf in die Kanaltrave gelangt wird deutlich reduziert. Die Maßnahme dient sowohl dem Gewässerschutz als auch der Hygiene.

Ein weiterer Sanierungsschritt ist, die betroffenen Einzugsgebiete vom Mischwassersystem auf das Trennsystem (Schmutz- und Regenwasserleitungen) umzustellen. Die anliegenden Straßen Sophien-, Charlotten-, Viktoria- und Kastorpstraße sind bereits auf die Trennkanalisation umgestellt. Das gesamte Niederschlagswasser der genannten Straßen und Grundstücke wird über den Regenwasserkanal heute bereits direkt in die Kanaltrave geleitet. Dadurch wird die weitergehende Kanalisation in Richtung Zentralklärwerk Lübeck entlastet. Die Einleitung von Mischwasser am Regenüberlauf Mühlentorteller wird ebenfalls deutlich reduziert.

Das Gesamteinzugsgebiet für Schmutz- und Mischwasser des Pumpwerkes St. Jürgen umfasst eine Größe von 232 Hektar.

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