Stadtzeitung Lübeck

Herausgegeben von der Hansestadt Lübeck

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Ausgabe vom 13. Juli 2010

Volksfest leidet unter Besucherschwund

Fahrgeschäfte und Budenbesitzer enttäuscht vom „Geisterplatz“

Die schlechte Stimmung auf dem Volksfestplatz hält an. Alle bisherigen Versuche, das Lübecker Volks- und Erinnerungsfest attraktiver zu gestalten, scheiterten. Auch in diesem Jahr war von buntem Treiben, ausgelassener Stimmung und fröhlichen Familien nicht viel zu sehen. Ob es an der Fußball-WM, den ausgesprochen hohen Temperaturen, fehlendem Geld oder doch an der viel kritisierten Parkplatzsituation scheiterte – die frustrierten Schausteller und Budenbesitzer können nur spekulieren. Sicher ist jedenfalls, dass sich das Volks- und Erinnerungsfest erneut als Minusgeschäft herausstellte und viele Gewerbetreibende nun ernsthaft überlegen, nicht mehr nach Lübeck zu kommen. „Schade“, fände das Undine Freistupat, die mit ihren zwei Enkelkindern Sascha und Marlet über den Volksfestplatz bummelte. „Es ist kaum was los. Früher konnte man schon in der Kleingartenanlage riechen und hören, dass Rummel ist. Aber je weniger los ist, umso weniger kommen.“ Die 68-Jährige erinnert sich an Zeiten, wo man sich noch verabreden musste, festlegen musste, an welchem Fahrgeschäft man sich treffen wollte. Heutzutage sei der Platz so leer, dass man sich auch ohne Handy nicht übersehen könne. „Es ist traurig, dass es die Schausteller immer wieder mutig probieren und trotzdem scheitern.“ Woran es liegt, erkennt sogar der fünfährige Sascha: „Wenn man allein auf dem Karussell sitzt, macht das doch niemandem Spaß!“   fem

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